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Kennzahlensteckbrief Fluktuationskoeffizient (der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung)

Kennzahl:

Fluktuationskoeffizient (der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung)

 

Definition:

Relation des arithmetischen Mittelwertes der begonnenen und beendeten sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse zum Bestand der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten

 

Verwendungszweck, Aussagekraft und -grenzen:

Der Fluktuationskoeffizient gibt an, wie häufig im Durchschnitt Arbeitsplätze neu besetzt werden; der Fluktuationskoeffizient ist somit ein Indikator für die „Umschlagshäufigkeit“ von Beschäftigungsverhältnissen und ein reziproker Indikator für die durchschnittliche Beschäftigungsdauer.

Durch die Verwendung des arithmetischen Mittelwerts der begonnen und beendeten Beschäftigungsverhältnisse wird der Fluktuationskoeffizient in Phasen deutlichen Beschäftigungsauf- oder -abbaus weniger verzerrt als dies bei Verwendung nur einer der Größen der Fall wäre.

Aus Darstellungsgründen wird der Fluktuationskoeffizient i. d. R. um den Faktor 100 hoch normiert.

Der Jahresdurchschnitt des Bestands an sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten (ohne Auszubildende) wird nach der Monatsendwertformel berechnet: Der erste Kalendermonat wird dabei nur zur Hälfte berücksichtigt; der dem Betrachtungszeitraum folgende Kalendermonat wird ergänzend hälftig berücksichtigt.

Abweichend von der Jahresbetrachtung kann der Fluktuationskoeffizient auch für andere Zeiträume berechnet werden. Wird der Fluktuationskoeffizient für ein Quartal berechnet, kann der Quartalsdurchschnitt auch durch den arithmetischen Mittelwert des Bestands zum Quartalsstichtag und des entsprechenden Bestands des Vorquartals approximiert werden.

 

Berechnung:

Rate=Zähler/Nenner

Zähler:

arithmetischer Mittelwert aus der Anzahl der begonnenen und der beendeten Beschäftigungsverhältnisse (jeweils ohne Auszubildende) am Arbeitsort in einem Jahr

Nenner:

(gleitender) Jahresdurchschnitt des Bestands an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (ohne Auszubildende) am Arbeitsort

 

Auswertungseinschränkungen:

  • regional:                    

    keine generellen Einschränkungen

  • zeitlich:                      

    verfügbar mit einer Wartezeit von sechs Monaten

  • berufsfachlich:         

    Die Berichterstattung nach der Klassifizierung der Berufe 1988 (KldB 1988) endete zum Stichtag 30.06.2011 und wurde ab dem 31.12.2012 nach der Klassifikation der Berufe 2010 (KldB 2010) wieder aufgenommen. Eine Berichterstattung im Zeitraum zwischen Juli 2011 bis November 2012 ist nicht möglich.

  • wirtschaftsfachlich:  

    keine generellen Einschränkungen

  • weitere:                     

    Begonnene und beendete Beschäftigungsverhältnisse umfassen auch Umsetzungen von Mitarbeitern (insbesondere infolge von Aufsplittung oder Fusion von Betrieben) ohne realen Arbeitsplatzwechsel.

 

Fachstatistik(en):

Beschäftigungsstatistik

 

Datenquelle(n):

Arbeitgebermeldungen zur Sozialversicherung

 

Weitergehende Hinweise:

-

Marginalspalte

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