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Methodische Hinweise zur Statistik der Teilnehmer an Maßnahmen der Arbeitsförderung

Grundsätzliche Hinweise zur Förderstatistik

Die Grundgesamtheit der Förderstatistik bilden Förderungen bzw. Teilnahmen von Personen an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktförderung (§ 3 Abs. 2 SGB III) und Leistungen zur Eingliederung (§§ 16 bis 16g SGB II) des Bundes. Es erfolgt eine Zählung von Förderfällen bzw. Teilnahmen, nicht von Personen. Folglich wird eine Person, die mehrere Förderleistungen erhält, mehrfach gezählt. Die regionale Zuordnung der Teilnahme erfolgt nach dem Wohnortprinzip des Teilnehmenden.

Die notwendigen Daten der Förderstatistik werden als Sekundärstatistik aus Prozessdaten von Agenturen für Arbeit und Jobcenter zu Förderungen von Personen in Form einer Vollerhebung gewonnen. Basis sind die Daten zu Förderungen der bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern registrierten Personen.

Die Berichterstattung in der Förderstatistik erfolgt mit einer Verzögerung von drei Monaten, da am aktuellen Rand aufgrund von Untererfassung die Daten unvollständig sind.

Weiterführende Informationen können dem Qualitätsbericht „Statistik zu Maßnahmen und Teilnehmenden an Maßnahmen der Arbeitsförderung“(pdfPDF, 547 KB) entnommen werden.

Spezifische methodische Hinweise zur Statistik von Förderungen der beruflichen Weiterbildung nach §§ 81 ff. SGB III

Die Förderung der beruflichen Weiterbildung nach §§ 81 ff. SGB III (FbW) ist ein wichtiges arbeitsmarktpolitisches Instrument, um die Beschäftigungschancen durch eine berufliche Qualifizierung zu verbessern.

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer können gefördert werden, wenn die Weiterbildung notwendig ist, um sie bei Arbeitslosigkeit beruflich einzugliedern, um eine drohende Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder weil sie keinen Berufsabschluss besitzen. Die Förderung umfasst die Gewährung von Arbeitslosengeld nach § 144 SGB III bzw. Arbeitslosengeld II während der Teilnahme und die Übernahme der Weiterbildungskosten nach §§ 84 ff. SGB III (z. B. Lehrgangskosten, Fahrkosten, Kosten für die Kinderbetreuung). Auch können unter bestimmten Voraussetzungen beschäftigte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei beruflicher Weiterbildung durch volle oder teilweise Übernahme der Weiterbildungskosten gefördert werden (§§ 82 und 131a SGB III). Weitere Informationen zu den Leistungen und den Fördervoraussetzungen sind zu finden im Merkblatt 6 der Bundesagentur für Arbeit „Förderung der beruflichen Weiterbildung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer“.

Spezifische Hinweise zu Auswertungen von Teilnehmenden nach dem Aus- und Weiterbindungsziel und der Maßnahmeart der beruflichen Weiterbildung

Das Aus- und Weiterbildungsziel einer Maßnahme der beruflichen Weiterbildung wird in der Klassifikation der Berufe 2010 erfasst. Die Erfassung erfolgt in den operativen Fachverfahren der Bundesagentur für Arbeit (BA) bzw. der zugelassenen kommunalen Träger. Im operativen Fachverfahren der BA wird die Information zum Aus- und Weiterbildungsziel aus den im Fachverfahren erfassten Informationen zur Maßnahme der beruflichen Weiterbildung gewonnen. Das bedeutet, alle Teilnahmen in ein- und derselben Maßnahme werden statistisch mit dem identischen Aus- und Weiterbildungsziel nachgewiesen. Die zugelassenen kommunalen Träger können die Information zum Aus- und Weiterbildungsziel hingegen teilnahmebezogen melden.

Die Maßnahmeart der Förderstatistik (FST) gliedert sich für berufliche Weiterbildung in die Ausprägungen „berufliche Weiterbildung mit Abschluss“ sowie „sonstige berufliche Weiterbildung“.

Für die Daten aus den Systemen der Bundesagentur für Arbeit wird die in der Maßnahme erfasste Kategorie der beruflichen Weiterbildung verwendet und der Systematik „FST-Maßnahmeart“ zugeordnet.
Die Zusammenfassung „berufliche Weiterbildung mit Abschluss“ umfasst die beiden Maßnahmekategorien Gruppen- und betriebliche Einzelmaßnahmen mit Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf (Umschulungen; Kategorien 40 und 41). Nur bei Maßnahmen mit Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf zielt die Förderung der beruflichen Weiterbildung auf eine Vollqualifizierung für einen in der angegebenen Systematik genannten Beruf des Merkmals „Aus- und Weiterbildungsziel“.

Unter „sonstige berufliche Weiterbildung“ werden Maßnahmen beruflicher Weiterbildung zusammengefasst, welche auf die Vermittlung von Fertigkeiten abzielen, die in einem grundsätzlich schon erlernten Beruf oder bereits ausgeübtem Berufsfeld Verwendung finden und inhaltlich einem in der Klassifikation der Berufe 2010 genannten Beruf zugeordnet werden. Darüber hinaus werden die Maßnahmen zum Nachholen der Abschlussprüfung sowie Weiterbildungen, die zu einer zertifizierten Teilqualifikation führen (Maßnahmekategorien 20 und 21), hinzugezählt.

Die zugelassenen kommunalen Träger liefern Maßnahmeschlüssel, die den Maßnahmearten eindeutig zugeordnet werden können. Die Zusammenfassung „berufliche Weiterbildung mit Abschluss“ umfasst die Schlüssel 151-153 und 156-158. Unter „sonstige berufliche Weiterbildung“ werden die restlichen Schlüssel subsummiert (154, 155, 159, 160, 1501-1506).

In der gelegentlich verwendeten Bezeichnung „abschlussorientierte Weiterbildungen“ werden die Kategorien beruflicher Weiterbildung zusammengefasst, die zu einem Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf hinführen. Neben den Maßnahmen mit Abschluss der Kategorie 40 und 41 gehören auch die Maßnahmekategorien 20 und 21 dazu.

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