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Methodische Hinweise zur Umstellung der Erhebungsinhalte

Auswirkungen auf die Merkmale „Arbeitszeit“, „ausgeübte Tätigkeit“ sowie „Schul- und Berufsabschluss“

Kurzbeschreibung

Die Statistik der BA berichtet regelmäßig über die Struktur und die Entwicklung der sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigten. Wegen einer Umstellung im Erhebungsverfahren ist für den Zeitraum zwischen Juni 2011 und Oktober 2012 weder eine Berichterstattung zur „ausgeübten Tätigkeit“ der Beschäftigten noch zu ihrem „Schul- und Berufsabschluss“ möglich. Die unplausiblen Angaben zur „Arbeitszeit“ wurden für diesen Zeitraum durch plausible Werte ersetzt (imputiert) und sind daher durchgängig belegt.

Arbeitszeit

Die Angaben zur Arbeitszeit wurden mithilfe eines statistischen Imputationsverfahrens rückwirkend für den betroffenen Zeitraum vervollständigt. Die Arbeitszeit, gegliedert nach Voll- und Teilzeit, steht somit für Zeitreihen ab 1999 durchgängig zur Verfügung. Von Dezember 2010 auf Januar 2011 ergibt sich eine einmalige Erhöhung der Teilzeitquote um rund zwei Prozentpunkte. Der Grund hierfür ist, dass Arbeitgeber im Zuge der Umstellung die bisherigen Angaben im größeren Maße überprüften und korrigierten.
Siehe auch: Methodenbericht Revision der Beschäftigungsstatistik 2017(pdfPDF, 1 MB)

Ein anderer Effekt, der mit der Imputation verbunden ist, zeigt sich bei den fehlenden Angaben. Die Angaben zur Arbeitszeit waren bereits vor der Umstellung nicht für alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten verpflichtend. Diese Verpflichtung wurde erst im Nachgang nach der Umstellung mit einem Zeitverzug eingeführt (erkennbar in den Daten ab August 2014). Durch die Imputation, die allerdings für alle sozialversicherungspflichtig Beschäftigten vorgenommen wurde, verringerte sich die Anzahl der fehlenden Angaben bereits während des Imputationszeitraums (zwischen August 2011 bis Juli 2013). In den Monaten nach der Imputation stiegen diese wieder kurzfristig an, bis ab August 2014 die Angaben dann weitestgehend vollständig von den Arbeitgebern gemeldet wurden.

Siehe Grafik:

Anteil an fehlenden Angaben bei der Arbeitszeit

Ausgeübte Tätigkeit

Veränderungen gibt es auch bei der „ausgeübten Tätigkeit“. Durch die Umstellung der Erhebung auf die neue „Klassifikation der Berufe 2010“ (KldB 2010) sind Vergleiche zur früheren Berufsklassifikation (KldB 1988) nur sehr eingeschränkt möglich. Die Änderungen betreffen sowohl die Gliederungstiefe als auch die Gliederungsstruktur der ausgeübten Tätigkeiten, weil das neue Erhebungsverfahren die Tätigkeiten insgesamt viel differenzierter abbildet als das alte und die KldB 2010 die heute wichtigen Tätigkeiten präziser darstellt. So können wichtige Dienstleistungstätigkeiten aus den Bereichen Gesundheit oder IT-Service nun detaillierter ausgewiesen werden, während Fertigungsberufe entsprechend ihrem Bedeutungsverlust unverändert oder geringer untergliedert sind.

Berufe nach der KldB 1988 können von Juni 1999 bis Juni 2011 ausgewertet werden und Berufe nach der KldB 2010 ab Oktober 2012 fortlaufend.

Schul- und Berufsabschluss

Anhand der Erhebung von schulischem und beruflichem Abschluss in aktualisierter Form, kann präziser zwischen den heute relevanten Abschlussarten unterschieden werden. Ein Vergleich mit den Ausbildungsabschlüssen aus der früheren Zeit vor 2012 ist grundsätzlich möglich, allerdings ist dann eine Beschränkung auf die Unterscheidung nach „ohne beruflichen Ausbildungsabschluss“, „mit beruflichem Ausbildungsabschluss“ und „akademischer Abschluss“ notwendig.

Wie bei der Arbeitszeit ist auch bei den Abschlüssen ein Umstellungseffekt durch die aktualisierten Angaben für Beschäftigte erkennbar. Die Anteilswerte für die höheren Schul- bzw. Berufsabschlüsse fallen nach der Umstellung etwas höher aus als dies davor der Fall war. Bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit abgeschlossener Berufsausbildung beträgt der Anstieg rund einen Prozentpunkt und bei denen mit akademischen Abschlüssen rund zwei Prozentpunkte.

Die Ausbildung nach der alten Form ist von Juni 1999 bis Juni 2011 verfügbar. Die Merkmale „Schulabschluss“ und „Berufsabschluss“ stehen ab Oktober 2012 fortlaufend zur Verfügung.

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen zur Umstellung der Erhebungsinhalte allgemein und zu den Effekten, die sich kurz darauf ergaben, sind zu finden im Methodenbericht Umstellung der Erhebungsinhalte bei den Merkmalen „Ausgeübte Tätigkeit“ (Beruf), „Arbeitszeit“ und „Ausbildung“(pdfPDF, 187 KB) (Veröffentlichung: Oktober 2013).

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