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Methodische Hinweise zum Status bei begonnenen und beendeten Beschäftigungsverhältnissen

Kurzbeschreibung

Für die begonnenen Beschäftigungsverhältnisse kann der Status unmittelbar vor Beschäftigungsbeginn ausgewertet werden. Für die beendeten Beschäftigungsverhältnisse ist dies zu den Messzeitpunkten 30 und 90 Tage nach Beschäftigungsende möglich. Nachfolgend werden Auswertungsmöglichkeiten und Besonderheiten erläutert.

Status unmittelbar vor Beschäftigungsbeginn

Für die begonnenen Beschäftigungsverhältnisse kann der Status unmittelbar, d. h. am Tag vor dem Beginn der Beschäftigung ermittelt werden. Folgende Merkmalsausprägungen sind dabei möglich:

  • sozialversicherungspflichtig beschäftigt (ohne Auszubildende)
  • sozialversicherungspflichtig beschäftigt (Auszubildende)
  • geringfügig entlohnt beschäftigt (GeB)
  • kurzfristig beschäftigt (KfB)
  • arbeitslos (alo)
  • nicht arbeitslos arbeitsuchend (nalo)
  • keine Angabe

Bei den Kategorien sozialversicherungspflichtig beschäftigt (ohne Auszubildende), GeB sowie KfB kann jeweils zusätzlich unterschieden werden, ob eine Beschäftigung in Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ) ausgeübt wird oder nicht.

Status 30 Tage nach Beschäftigungsende und Status 90 Tage nach Beschäftigungsende

Für die beendeten Beschäftigungsverhältnisse kann der Status 30 bzw. 90 Tage nach dem Ende der Beschäftigung ermittelt werden. Folgende Merkmalsausprägungen sind dabei möglich:

  • sozialversicherungspflichtig beschäftigt (ohne Auszubildende)
  • sozialversicherungspflichtig beschäftigt (Auszubildende)
  • geringfügig entlohnt beschäftigt (GeB)
  • kurzfristig beschäftigt (KfB)
  • arbeitslos (alo)
  • nicht arbeitslos arbeitsuchend (nalo)
  • keine Angabe

Bei den Kategorien sozialversicherungspflichtig beschäftigt (ohne Auszubildende), GeB sowie KfB kann jeweils zusätzlich unterschieden werden, ob eine Beschäftigung in Arbeitnehmerüberlassung (ANÜ) ausgeübt wird oder nicht.

Ermittlung des Status

Die Feststellung des Status unmittelbar vor Beginn des Beschäftigungsverhältnisses bzw. 30 oder 90 Tage nach Ende des Beschäftigungsverhältnisses wird durch Abfrage der statistischen Beschäftigungsverläufe in der Beschäftigungsstatistik und Arbeitslosenstatistik realisiert. Liegt zum Messzeitpunkt (am Tag unmittelbar vor Beschäftigungsbeginn bzw. 30 oder 90 Tage nach Beschäftigungsende) Mehrfachbeschäftigung vor, so gilt folgende Vorrangregel: sozialversicherungspflichtig beschäftigt (ohne Auszubildende) --> sozialversicherungspflichtig beschäftigt (Auszubildende) --> geringfügig entlohnt beschäftigt --> kurzfristig beschäftigt. Beispiel: Liegt zum Messzeitpunkt sowohl ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis (keine Ausbildung) als auch ein kurzfristiges Beschäftigungsverhältnis vor, so wird der Status auf „sozialversicherungspflichtig beschäftigt (ohne Auszubildende)“ gesetzt. Dabei erfolgen die Abfragen jeweils auf einem einheitlichen Datenstand, d. h. für die Ermittlung des Status 30 (bzw. 90) Tage nach Ende des Beschäftigungsverhältnisses wird auf Daten mit kürzerer Wartezeit zurückgegriffen. Kann bei dieser Recherche keine Beschäftigung zum Messzeitpunkt festgestellt werden, wird in einem zweiten Schritt durch Verknüpfung auf Personenebene mit der Arbeitslosenstatistik geprüft, ob der Status „arbeitslos“ (alo) oder „nicht arbeitslos arbeitssuchend“ (nalo) vorliegt. Ist auch dies nicht der Fall, so wird auf „keine Angabe“ geschlüsselt. Dabei handelt es sich somit um Personen, welche zum betreffenden Zeitpunkt weder sozialversicherungspflichtig oder geringfügig beschäftigt, noch arbeitslos oder arbeitsuchend gemeldet waren.

Hinweis: Bei Vorliegen des Status „arbeitslos“ oder „nicht arbeitslos arbeitssuchend“ besteht aufgrund der definierten Vorrangregel zum Messzeitpunkt keine sozialversicherungspflichtige oder geringfügige Beschäftigung. Eine Beschäftigung würde bei der Status-Ermittlung höher priorisiert.

Datenverfügbarkeit

Prinzipiell können die Statusmerkmale kombiniert mit allen statistischen Merkmalen ausgewertet werden, welche in der Beschäftigungsstatistik für begonnene und beendete Beschäftigungsverhältnisse verfügbar sind, so zum Beispiel das Geschlecht, das Alter oder auch die wirtschaftsfachliche, die berufliche und regionale Gliederung. Die Daten stehen für begonnene und beendete Beschäftigungsverhältnisse ab dem Berichtsjahr 2013 zur Verfügung.

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen befinden sich im Methodenbericht „Übergänge von Beschäftigten“(pdfPDF, 1 MB).

Einschränkungen 

Bei der Betrachtung von „Übergängen von Beschäftigten“, z. B. dem Wechsel zwischen Beschäftigungsverhältnissen mit Hilfe der beschriebenen Statusmerkmale, ist zu beachten, dass im Falle des Vorliegens von Mehrfachbeschäftigung, Übergänge auch aus der Konstruktion des Status resultieren können. Wie oben erläutert, gilt eine Vorrangregel bezüglich der Ermittlung des Status. Dies kann im Falle einer Mehrfachbeschäftigung beispielsweise dazu führen, dass unmittelbar vor Beginn beziehungsweise 30 oder 90 Tage nach Ende einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung der Nachweis einer geringfügigen Beschäftigung erfolgt, die aber de facto durchgängig besteht. Eine Änderung des Status markiert also nicht zwangsläufig den Wechsel von einem in ein anderes Beschäftigungsverhältnis.

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