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Methodische Hinweise zur Beschäftigungsdauer von Personen

Grundsätzlich gibt es drei Konzepte zur personenbezogenen Messung von Beschäftigungsdauern:

  • Die bisherige durchgängige Dauer gibt für zum Stichtag Beschäftigte den Zeitraum der Beschäftigung seit der letzten Unterbrechung an.
  • Die Nettodauer ist die Summe aller Zeiten in sozialversicherungspflichtiger oder geringfügiger Tätigkeit seit Eintritt in versicherungspflichtige Beschäftigung.
  • Die Bruttodauer gibt den gesamten Zeitraum seit Eintritt in das Beschäftigungssystem wieder.

Messkonzepte der Dauer der Beschäftigung von Personen

Abhängig von der Fragestellung ist das geeignete Messkonzept und die Beschäftigungsart, die am Stichtag vorliegen soll, auszuwählen. Bei der bisherigen durchgängigen Dauer werden zudem Unterbrechungszeiten unterschiedlich berücksichtigt. Die zur Verfügung stehenden Auswertekombinationen sind in der Tabelle dargestellt.

Messlogik Dauern

Bisherige durchgängige Dauer

Die bisherige durchgängige Beschäftigungsdauer misst den Zeitraum zwischen dem gewählten Stichtag und dem letzten Zugang in Beschäftigung vor dem gewählten Stichtag. Dabei sind nur die Beschäftigungszeiten der jeweiligen Person relevant, unabhängig von der Anzahl der Beschäftigungsverhältnisse. Unschädliche Unterbrechungen (unter 62 Tage) können in der Dauermessung enthalten sein.

Nettodauer

Die Nettodauer (bisherige Dauer der Beschäftigungsverhältnisse) ist die Summe der Dauern aller Beschäftigungsverhältnisse seit Aufnahme der ersten Beschäftigung. Sie kann sowohl als Summe für alle Beschäftigungsverhältnisse als auch für sozialversicherungspflichtige und geringfügige Beschäftigungsverhältnisse getrennt ausgewiesen werden. Dabei wird immer die Hauptbeschäftigung berücksichtigt.

Bruttodauer

Die Bruttodauer ist die bisherige Dauer seit Eintritt in Beschäftigung und misst den Zeitraum zwischen dem Eintritt in die erste versicherungspflichtige Beschäftigung und dem betreffenden Stichtag. Es handelt sich dabei um die Summe von Nettodauer und Unterbrechungen. Die Beschäftigungsart bei Eintritt in die erste Beschäftigung spielt dabei keine Rolle, lediglich die aktuelle Beschäftigungsart kann getrennt für sozialversicherungspflichtig und geringfügig Beschäftigte ausgewiesen werden.

Hinweise zur Interpretation

Grundsätzlich sind die Ergebnisse der Dauermessungen mit allen Gliederungsmerkmalen der Beschäftigungsstatistik kombinierbar. Informationen zu soziodemografischen und strukturellen Variablen wie Branche und Beruf werden dem Beschäftigten am Stichtag der Messung zugeordnet. Deshalb können Statusänderungen im Erwerbsverlauf mit dem zugrundeliegenden Messkonzept nicht abgebildet werden. Die Beschäftigungsdauer von Experten kann z. B. auch Zeiten als Helfer und Spezialist enthalten.

Aus Gründen der Datenverfügbarkeit stellt der 1. Januar 1997 den frühestmöglichen Beschäftigungsbeginn dar, der zur Berechnung der Dauern herangezogen werden kann. Über die Dauer der Beschäftigung kann erst ab dem 1. Januar 2000 vollständig berichtet werden. Für Beschäftigte, die vor und in der Umstellungsphase der Beschäftigungsstatistik (Januar 1997 bis Januar 2000) beschäftigt waren, wurde ein fiktiver Eintritt in das Beschäftigungssystem generiert. Die Datengrundlage ist dadurch linkszensiert.

Weiterführende Informationen zur Beschäftigungsdauer von Personen können dem Methodenbericht „Die Dauer der Beschäftigung von Personen(pdfPDF, 965 KB)" entnommen werden.

Informationen zum Konzept der Dauermessung von Beschäftigungsverhältnissen sind im Methodenbericht „Die Dauer von Beschäftigungsverhältnissen(pdfPDF, 782 KB)“ zu finden.

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