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International Standard Classification of Occupations (ISCO)

In Deutschland wird in der amtlichen Statistik sowie in den großen deutschlandweiten Erhebungen, wie z.B. Mikrozensus und Zensus des Statistischen Bundesamtes, die jeweils gültige, nationale Berufsklassifikation (ab 2011 die KldB 2010) verwendet. Denn anhand dieser lassen sich die Spezifika des deutschen Arbeitsmarktes besser abbilden. Die ISCO findet in Deutschland insbesondere immer dann Anwendung, wenn es um die internationale Vergleichbarkeit von statistischen Berichten und wissenschaftlichen Analysen geht.

Die International Standard Classification of Occupations in der Fassung von 1988 (ISCO-88) bzw. 2008 (ISCO-08) wurde von der internationalen Arbeitsorganisation (International Labour Organisation, ILO) als Instrument für die amtliche Statistik und die international vergleichende Forschung konzipiert. Im Gegensatz zu den deutschen, nationalen Berufsklassifikationen gruppiert die ISCO keine Berufe, sondern Tätigkeiten im Sinne von Aufgaben und Pflichten, die eine Person wahrnimmt. Diese werden entsprechend ihrer Ähnlichkeit anhand von zwei Dimensionen – skill level und skill specialisation – strukturiert. Die strukturgebende Dimension ist das skill level. Das skill level wird in vier Stufen erfasst und spiegelt den Komplexitätsgrad der entsprechenden beruflichen Tätigkeit wider. Die zweite Dimension – skill specialisation – ist ein berufsfachliches Kriterium, das die Art der ausgeübten Tätigkeit abbildet.

Die Kommission der europäischen Gemeinschaften empfiehlt den Mitgliedstaaten ab dem Jahr 2011 die ISCO-08 in allen statistischen Bereichen zu verwenden, in denen nach Berufen aufgegliederte Statistiken bereitgestellt werden.

International Standard Classification of Occupations 2008

Die ISCO-08 wurde ab dem Jahr 2011 weltweit eingeführt und löste damit die noch gültigen Vorgängerversionen von 1988 ab. Die ILO überarbeitete die bisher verwendete Fassung der ISCO-88 mit dem Ziel, eine aktuelle, effizienter einsetzbare Klassifikation zur Verfügung zu stellen, die von den nationalen Arbeitsverwaltungen sowie von den einzelnen Ländern für den Zensus 2011 nutzbar ist.

Die englische Fassung der ISCO-08, die Struktur sowie die Beschreibungen zu den Klassifikationseinheiten, können auf den Internetseiten der ILO zur ISCO-08 heruntergeladen werden. Zudem sind dort die Umsteigeschlüssel von der ISCO-88 zur ISCO-08 bzw. von der ISCO-08 zur ISCO-88 zu finden.

Eine deutschsprachige Fassung der ISCO-08, die Struktur, Beschreibungen sowie ein Stichwortverzeichnis, finden sich auf den Internetseiten von Statistik Austria.

International Standard Classification of Occupations 1988

Die ISCO-88 wurde von der ILO entwickelt und findet bis mindestens 2011 Verwendung.

Die englische Fassung der ISCO-88, die Struktur, die Beschreibungen zu den Klassifikationseinheiten sowie ein Stichwortverzeichnis, können auf den Internetseiten der ILO zur ISCO-88 heruntergeladen werden.

Die ISCO-88 (COM) stellt eine leicht modifizierte Form der ISCO-88 dar. Dabei handelt es sich um die abgestimmte Interpretation der ISCO-88 der europäischen Gemeinschaft. Die Modifikation besteht darin, dass einzelne Positionen der ISCO-88 als irrelevant eingestuft sowie zusätzliche Hinweise für die Zuordnung spezifischer Tätigkeiten gegeben wurden. Die ISCO-88 (COM) wird europaweit zu Vergleichszwecken eingesetzt. Weitere Informationen zur ISCO-88 (COM) (Quelle: Warwick Institute for Employment Research).

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