Fachkräfteengpassanalyse 2025

Grafik: Entwicklung der Engpassberufe

Die Fachkräfteengpassanalyse 2025 zeigt, dass es in Deutschland im vergangenen Jahr einen Fachkräftemangel in 157 Engpassberufen gab, was einem Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren entspricht (2024: 163 Engpassberufe; 2023: 183). Die meisten Engpassberufe befinden sich auf dem Anforderungsniveau der Fachkräfte, während knapp ein Drittel auf dem Anforderungsniveau "Spezialist" und ein Sechstel auf "Experten"-Ebene liegen.

Es gibt Engpässe vor allem in Pflegeberufen, im Bereich der medizinischen Berufe und in Bau- und Handwerksberufen. Aber auch Köchinnen und Köche, Berufskraftfahrerinnen und Berufskraftfahrer sowie Erzieherinnen und Erzieher werden stark nachgefragt. Darüber hinaus stehen 161 Berufsgattungen unter Beobachtung, da sie zwar keinen Engpass aufweisen, aber aufgrund des ermittelten Punktewertes überwacht werden.

Im Vergleich zum Vorjahr gibt es keine Engpässe mehr in der spanenden Metallbearbeitung, im IT-Vertrieb oder in der Softwareentwicklung. Neu hinzugekommen sind jedoch Engpässe in Berufen der Vermessungstechnik oder in der Sozialarbeit bzw. Sozialpädagogik.

Die Analyse zeigt auch, dass die Zahl der offenen Stellen im Vergleich zu den Vorjahren gesunken ist, aber der Bedarf an gut qualifizierten Fachkräften weiterhin hoch ist. 

Derzeit gibt es keine Belege für einen allgemeinen Arbeitskräftemangel; das verfügbare Arbeitskräfteangebot übersteigt die Nachfrage nach Arbeitskräften in etlichen Berufen deutlich. 

Die Fachkräfteengpassanalyse 2025 ist ein wichtiges Instrument für die Arbeitsmarktberichterstattung und die Fachkräfteplanung in Deutschland, da sie zeigt, in welchen Berufen ein Mangel an Fachkräften besteht und hilft, gezielte Maßnahmen zur Bekämpfung des Fachkräftemangels zu ergreifen.

Jährliche Engpassanalyse