Arbeitsmarkt Kompakt - Arbeits- und Ausbildungsmarktsituation im Handwerk
Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Deutsche und Ausländer im Handwerk
jeweils Juni, Veränderung zum Vorjahr (in 1.000)
Deutschland
- Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung in Handwerksberufen ist seit Jahren rückläufig. Während die Beschäftigung insgesamt zwischen Juni 2019 und Juni 2025 um 4 Prozent gewachsen ist, ging sie in Handwerksberufen um 5 Prozent zurück. Im Juni 2025 waren 3,36 Millionen Personen in Handwerksberufen beschäftigt.
- Die Altersstruktur der Beschäftigten hat sich deutlich nach oben verschoben. Rund 718.000 Beschäftigte in Handwerksberufen sind zwischen 55 und unter 65 Jahre alt und werden in den kommenden Jahren voraussichtlich altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden.
- Die Fachkräftesicherung stützt sich zunehmend auf Zuwanderung aus Drittstaaten. Während die Zahl deutscher Beschäftigter in Handwerksberufen seit Jahren sinkt, wurden zuletzt nur bei Drittstaatsangehörigen Beschäftigungszuwächse verzeichnet. Mehr als die Hälfte davon wurde von Staatsangehörigen der Ukraine sowie der acht Asylherkunftsländer getragen.
- Trotz rückläufiger Stellenmeldungen bleiben die Besetzungsprobleme im Handwerk hoch. Mit 242 Tagen lag die durchschnittliche Vakanzzeit gemeldeter Arbeitsstellen im Jahresdurchschnitt 2025 deutlich über dem Durchschnitt aller Berufe (167 Tage).
- Knapp die Hälfte aller bundesweiten Engpassberufe auf Fachkraftebene entfällt auf Handwerksberufe. Fachkräfteengpässe bestehen insbesondere in Bau- und Ausbauberufen, der Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, der Energietechnik sowie in Berufen der Mechatronik und Elektronik.
- Auch vom Ausbildungsmarkt gehen derzeit keine Signale für eine nachhaltige Entspannung der Fachkräfteengpässe aus. Der Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen lag 2025 mit 17 Prozent deutlich über dem Bereich Industrie und Handel (10 Prozent).
