Hintergrundinfo: Auswirkungen der ökologischen Transformation auf den Arbeitsmarkt

Die Hintergrundinfo erläutert das methodische Vorgehen und die Datengrundlagen der interaktiven Statistik "Auswirkungen der ökologischen Transformation auf den Arbeitsmarkt".

1.1. Das Wichtigste kurz zusammengefasst

Die ökologische Transformation zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise betrifft die gesamte Wirtschaft. Gleichwohl können ausgewählte Bereiche herausgehoben werden, die von der Transformation besonders betroffen sind. Dabei handelt es sich um den „klassischen“ Umweltschutz, Energie und Verkehr.  Auf diese Bereiche zielen die großen Transformationsvorhaben wie Umstieg auf regenerative Energiequellen, Kohleausstieg, energetische Gebäudesanierung und Heizungswechsel, Elektromobilität sowie Verkehrswende.
Die Statistik der BA hat eine interaktive Statistik entwickelt, mit der die Auswirkungen der ökologischen Transformation auf den Arbeitsmarkt dieser Bereiche dargestellt werden können. Die Abgrenzungen der Bereiche werden nach Wirtschaftszweigen und nach Berufen vorgenommen. Es werden die in den Klassifikationen vorhandenen thematisch passenden Positionen herangezogen, wobei auch relevante Positionen aus vorgelagerten Herstellungs- und Baubereichen berücksichtigt werden. Angaben werden zu Beschäftigten, Arbeitsuchenden, Arbeitslosen und gemeldeten Arbeitsstellen gemacht. So sollen Veränderungen und Problemlagen, die im Zusammenhang mit der ökologischen Transformation stehen, möglichst aktuell in relevanten Ausschnitten aufgezeigt werden.
Die Hintergrundinformation erläutert das methodische Vorgehen und die Datengrundlagen der neuen interaktiven Statistik. 

1.2. Einleitung

Klimawandel, Übernutzung natürlicher Ressourcen, Verlust biologischer Vielfalt und Gefährdungen durch Schadstoffe erfordern die weltweite Transformation zu einer nachhaltigeren wirtschaftlichen Entwicklung in den Grenzen der planetarischen Tragfähigkeit. Von dieser Transformation ist die gesamte Wirtschaft betroffen. Es können aber einzelne Bereiche herausgehoben werden, die im Fokus der Diskussion zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz stehen. Dazu gehören der „klassische“ Umweltschutz, die Energieversorgung und der Verkehr. Für sie können Arbeitsmarktdaten nach Wirtschaftszweigen (nach der WZ 2008) und nach Berufen (nach der KldB 2010) dargestellt werden.

Die Statistiken können Antworten u.a. auf folgende Fragen geben:
• Wie hat sich die Beschäftigung und ihre Struktur in den letzten Jahren verändert? Zeigen sich z.B. infolge des Umstiegs auf regenerative Energie, der Einführung der Elektromobilität oder des Kohleausstiegs auffällige Beschäftigungsentwicklungen in den betroffenen Branchen und Berufen?
• Ist im Zusammenhang mit Einführung der Elektromobilität ein Anstieg der Arbeitslosigkeit von Personen mit Berufen in der Kraftfahrzeugtechnik zu beobachten?
• Wie entwickeln sich die Arbeitsstellen für Berufe der regenerativen Energietechnik und zeigen sich dort Anzeichen für Arbeitskräfte- bzw. Fachkräfteengpässe?
• Gibt es nach Bundesländern unterschiedliche Entwicklungen der Beschäftigung etwa in der Autoindustrie?
Die Methodik der Abgrenzung der Bereiche und die verwendeten Daten werden in in den folgenden  Abschnitten erläutert.

1.3. Methodik der Abgrenzung

In einem umfassenden Verständnis betrifft die Transformation zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise die gesamte Wirtschaft und ist nicht auf einzelne Branchen oder Berufe beschränkt. Man spricht auch vom Übergang zu einer Green Economy oder vom Greening der Berufe. Der Schutz von Umwelt und Klima wird nach diesem Verständnis als Querschnittsaufgabe verstanden, die das Wirtschaften in nahezu allen Branchen und Berufen verändert. So erfordert Umwelt- und Klimaschutz nicht nur Produktion und Einsatz von klassischen Umwelttechnologien, wie z.B. Recycling- oder Luftreinhalteanlagen, sondern auch die breite Verwendung von Technologien und Praktiken, die im engeren Sinne keine Umwelttechnologien sind, aber weniger Ressourcen verbrauchen oder weniger Emissionen verursachen als bisher verwendete Technologien. Gleichwohl können ausgewählte Bereiche der Wirtschaft herausgehoben werden, die von der Transformation zu einer nachhaltigeren Wirtschaftsweise besonders betroffen sind. Dabei handelt es sich um die Bereiche Umweltschutz, Energie und Verkehr. Auf sie zielen auch die großen Transformationsvorhaben wie Umstieg auf regenerative Energiequellen, Kohleausstieg, energetische Gebäudesanierung und Heizungswechsel, Elektromobilität sowie Verkehrswende.
Die Abgrenzungen dieser Bereiche werden nach Wirtschaftszweigen auf Basis der WZ 2008 und nach Berufen auf Basis der KldB 2010 vorgenommen. Es werden jeweils die in den Klassifikationen vorhandenen thematisch passenden Klassifikationspositionen herangezogen, wobei auch – soweit möglich – relevante Positionen aus vorgelagerten Herstellungs- und Baubereichen berücksichtigt werden. Die Auswahl orientiert sich an den Namen der Klassifikationspositionen (wie z.B. „Herstellung von Solarzellen und Solarmodulen“) und an der Zuordnung von Wirtschaftstätigkeiten zu den Klassifikationspositionen (wie z.B. „Solaranlagen an oder auf Gebäuden, Installation“ zur Wirtschaftsunterklasse „Elektroinstallation“). Bei einigen Positionen handelt es sich um Näherungslösungen, weil in der Klassifikationsposition auch andere – nicht für den Bereich einschlägige – wirtschaftliche Tätigkeiten erfasst werden (z.B. Installation von Leitungen und Armaturen oder Beleuchtungsanlagen in der Wirtschaftsunterklasse „Elektroinstallation“); die Auswahl (z.B. der Wirtschaftsunterklasse „Elektroinstallation“) erfolgte dann, wenn ein erkennbarer Einfluss der Transformationsvorhaben auf die weitere Entwicklung dieser Klassifikationsposition erwartet wird (etwa ein Anstieg der gemeldeten Stellen und Beschäftigen in der Wirtschaftsunterklasse „Elektroinstallationen“ wegen der Installationen von Solarpanels). Es muss beachtet werden, dass mit diesen Abgrenzungen nicht die gesamte Wertschöpfung und Beschäftigung für den „klassischen“ Umweltschutz, die Energie und den Verkehr erfasst wird.

Folgende Aspekte spielen hier eine Rolle:

• Bei der Erfassung von Wertschöpfung und Beschäftigung sind direkte und indirekte Effekte zu unterscheiden. So werden beispielsweise im Bereich Verkehr die „Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteile“ und „Schienenfahrzeugbau“ einbezogen, nicht aber die diesen wieder zuliefernden Bereiche etwa aus der „Metallerzeugung und -bearbeitung“ oder der „Herstellung von chemischen Erzeugnissen“.

• Die Zuordnung eines Betriebes zu einem Wirtschaftszweig und eines Beschäftigten zu einem Beruf erfolgt nach dem Schwerpunktprinzip. Das bedeutet z.B. bei Wirtschaftszweigen, dass einerseits Betriebe im Straßenbau auch Arbeiten in anderen Baubereichen ausführen, wie umgekehrt Betriebe im Hochbau auch im Straßenbau tätig sein können. Bei Berufen kommt es vor, dass Straßenbauer auch allgemeine Arbeiten im Tiefbau ausführen, wie umgekehrt Tiefbaufacharbeiter auch im Straßenbau tätig sind. Insbesondere die Betrachtung nach Berufen unterschätzt die Beschäftigung in den Bereichen, weil z.B. für Helfertätigkeiten häufig nur eine allgemeine (z.B. Bauhelfer im Tiefbau oder Helfer in der Ver- und Entsorgung) und keine spezielle berufliche Zuordnung zum Bereich (also z.B. Helfer für Straßen- und Asphaltbau oder Helfer in der Abfallwirtschaft) möglich ist.

• Bei der Abschätzung der gesamtwirtschaftlichen Bedeutung ist weiterhin in Rechnung zu stellen, dass die Erwerbstätigen, die in den Wertschöpfungsketten der Bereiche tätig sind, ihre Einkommen für Güter und Dienstleistungen ausgeben und so weitere Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte induzieren. Insbesondere bei regionalen Betrachtungen ist dieser Aspekt von Relevanz. Eine Quantifizierung dieser Auswirkungen ist im Rahmen einer statistischen Darstellung nicht möglich. 

Wegen dieser Beschränkungen ist es nicht möglich, die Beschäftigten, die Arbeitslosen und die gemeldeten Arbeitsstellen im Umweltschutz, im Verkehrs- oder Energiebereich umfassend abzubilden. Die Zielrichtung ist vielmehr Veränderungen und Problemlagen, die im Zusammenhang mit der ökologischen Transformation stehen, möglichst aktuell in relevanten Ausschnitten aufzuzeigen. Wirkt sich z.B. der Umstieg auf die Elektromobilität auf die Beschäftigung in der Kfz-Branche aus? Führt die Verkehrswende zu mehr Beschäftigten im öffentlichen Personenverkehr oder bei der Herstellung von Fahrrädern? Wie entwickeln sich die gemeldeten Stellen und ihre Relation zu den Arbeitslosen bzw. Arbeitsuchenden etwa bei Berufen in der regenerativen Energietechnik und treten dort Probleme bei der Besetzung von Stellen auf? Dabei können nur die Ausschnitte betrachtet werden, die auf der Grundlage der WZ 2008 und der KldB 2010 spezifisch ausgewiesen werden können. Auch ist zu berücksichtigen, dass die Entwicklung auch von anderen Faktoren wie etwa der allgemeinen konjunkturellen Lage oder Materialengpässen beeinflusst sein kann.

Es gibt folgende alternative Darstellungen vom Umweltbundesamt und vom Statistischen Bundesamt, die sich von der hier gewählten Vorgehensweise unterscheiden:

• Das Umweltbundesamt veröffentlicht Angaben zu Beschäftigten im Umweltschutz auf Basis von Schätzungen u.a. auf der Grundlage von Input-Output-Rechnungen, die im Rahmen von Forschungsprojekten erstellt werden. Danach waren im Jahr 2023 in Deutschland mehr als 3,4 Mio Personen im Umweltschutz tätig, und zwar direkt, indem sie Umweltschutzaufgaben wahrnehmen, oder indirekt, weil ihr Arbeitsplatz in vorgelagerten Produktionsbereichen liegt. Dabei werden folgende Bereiche unterschieden: der klassische Umweltschutz (Abfallwirtschaft, Gewässerschutz, Lärmbekämpfung und Luftreinhaltung), umweltschutzorientierte Dienstleistungen (wie z.B. Energie- und Wasserberatung, Garten- und Landschaftsbau, ökologische Bauplanung), erneuerbare Energien und energetische Gebäudesanierung.

• Das Statistische Bundesamt liefert auf der Grundlage einer jährlichen Befragung von Betrieben und Einrichtungen Informationen über den Umfang und die Struktur der in Deutschland erstellten Umweltschutzgüter und erbrachten Umweltschutzleistungen sowie der Beschäftigten für den Umweltschutz. Es werden zwei Arten von Umweltschutzaktivitäten unterschieden: Umweltschutzmaßnahmen, die Umweltschäden vermeiden, beseitigen oder zumindest reduzieren und Ressourcenmanagementmaßnahmen, die der schonenden Nutzung der natürlichen Ressourcen dienen. Dabei werden folgende Umweltbereiche genannt: Klimaschutz, Abwasserwirtschaft, Luftreinhaltung, Lärmbekämpfung, Abfallwirtschaft und Sonstiges (mit Arten- und Landschaftsschutz, Schutz und Sanierung von 
Boden, Grund- und Oberflächenwasser, umweltbereichsübergreifende Waren, Bau- und Dienstleistungen). Danach waren im Jahr 2023 in Deutschland 405.000 Beschäftigte gemessen in Vollzeitäquivalenten – im Umweltschutz, also in sogenannten Green Jobs, tätig.

1.4. Abgrenzung der Bereiche im Einzelnen

1.4.1. Umwelt und Umweltschutz

Die Abgrenzung der Berufe in dem Bereich „Umwelt und Umweltschutz“ soll ein Abbild des Arbeitsmarktes in den Wirtschaftszweigen und Berufen des „klassischen“ Umweltschutzes ermöglichen. Die Wirtschaftszweige orientieren sich an der Darstellung des Statistischen Bundesamtes (Wasser, Abfall, Umweltschutz). Die Auswahl der Berufe entspricht weitgehend dem spezifischen Berufsaggregat der Statistik der Bundesagentur für Arbeit „Umweltberufe“, aber ohne Berufe der regenerativen Energietechnik, weil diese im Bereich Energie dargestellt werden.

1.4.1.1. Tabelle: Umwelt und Umweltschutz

36 Wasserversorgung 1172 Berufe in der Natur- und Landschaftspflege
37 Abwasserentsorgung 121 Gartenbau
38 Sammlung, Behandlung und Beseitigung von Abfällen; Rückgewinnung 343 Ver- und Entsorgung
39 Beseitigung von Umweltverschmutzungen und sonstige Entsorgung 412 Biologie
4221 Rohrleitungstiefbau, Brunnenbau und Kläranlagenbau 4211 Berufe in der Geotechnik
813 Garten- und Landschaftsbau sowie Erbringung von sonstigen gärtnerischen Dienstleistungen 4212 Berufe in der Geologie

4214 Berufe in der Meteorologie

422 Umweltschutztechnik

423 Umweltmanagement und -beratung

1.4.2. Energie

Die Abgrenzung des Bereichs „Energie“ umfasst die Gewinnung von einschlägigen Energieträgern (Kohle, Erdöl und Erdgas) sowie die Versorgung mit Energie und nimmt zusätzlich hierfür relevante Herstellungs- und Baubereiche in den Blick, soweit das möglich ist. Dabei ist vor allem bei den Wirtschaftsunterklassen „Herstellung von Verbrennungsmotoren und Turbinen“ (2811) und „Elektroinstallationen“ (43210) zu beachten, dass es sich hier nur um Näherungslösungen handelt. So wird bei der „Herstellung von Verbrennungsmotoren und Turbinen“ (2811) neben der Herstellung von Wind-, Dampf- und Wasserkraftturbinen auch die Herstellung von Schiffs- und Schienenfahrzeugmotoren und bei „Elektroinstallationen“ (43210) zwar die Installation von Solaranlagen, aber auch aller anderen Elektroinstallationen (wie Leitungen und Armaturen oder Beleuchtungsanlagen) erfasst. Leider kann die Installation von Windkraftanlagen nicht eindeutig einer Klassifikationsposition zugeordnet werden; nach dem Stichwortverzeichnis der WZ 2008 wird sie unter anderen Tätigkeiten in den Wirtschaftsklassen „Kabelnetzleitungstiefbau“ (4222) und „Installation von Maschinen und Anlagen a.n.g.“ (3320) erfasst. Die Wirtschaftsklasse „Installation von Maschinen und Anlagen a.n.g.“ (3320) wurde nicht aufgenommen, weil sie zu unspezifisch ist.
Ergänzend wurden auch Wirtschaftszweige mit einem besonders hohen Energiebedarf im Verhältnis zu ihrer Bruttowertschöpfung aufgenommen, um für solche energieintensiven Industrien die Auswirkungen der Energiewende darstellen zu können. 

1.4.2.1. Tabelle: Energie

  • Energieträger
  • Energieträger
051 Steinkohlenbergbau 211 Berg-, Tagebau und Sprengtechnik
052 Braunkohlenbergbau
061 Gewinnung von Erdöl
062 Gewinnung von Erdgas
192 Mineralölverarbeitung
  • Energieversorgung
  • Energieversorgung
351 Elektrizitätsversorgung 2622 Berufe in der Elektromaschinentechnik
352 Gasversorgung 2623 Berufe in der Energie- und Kraftwerkstechnik
353 Wärme- und Kälteversorgung 2624 Berufe in der regenerativen Energietechnik

2625 Berufe in der elektrischen Betriebstechnik

2626 Berufe Leitungsinstallation, -wartung
  • Relevante Herstellungsbereiche
  • Relevante Bauberufe
2521 Herstellung von Heizkörpern und -kesseln für Zentralheizungen 3213 Berufe im Schornsteinbau
253 Herstellung von Dampfkesseln (ohne Zentralheizungskessel) 3214 Berufe in der Dachdeckerei
26111 Herstellung von Solarzellen und Solarmodulen 341 Gebäudetechnik
271 Herstellung von Elektromotoren, Generatoren, Transformatoren, Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungen 342 Klempnerei, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
272 Herstellung von Batterien und Akkumulatoren
2811 Herstellung von Verbrennungsmotoren und Turbinen (ohne Motoren für Luft- und Straßenfahrzeuge
28211 Herstellung von Solarwärmekollektoren
28219 Herstellung von sonstigen Öfen und Brennern
2825 Herstellung von kälte- und lufttechnischen Erzeugnissen, nicht für den Haushalt
28921 Herstellung von Bergwerksmaschinen
  • Relevante Baubereiche


4222 Kabelnetzleitungstiefbau
43210 Elektroinstallation
4322 Gas-, Wasser-, Heizungs- sowie Lüftungs- und Klimainstallation
43291 Dämmung gegen Kälte, Wärme, Schall und Erschütterung
  • Energieintensive Industrien

17 Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus
19 Kokerei und Mineralölverarbeitung
20 Herstellung von chemischen Erzeugnissen
23 Herstellung von Glas und Glaswaren, Keramik, Verarbeitung von Steinen und Erde
24 Metallerzeugung und -bearbeitung

Im Zusammenhang mit der Energiewende finden sich hier Informationen u.a. zu Arbeitsmarktaspekten folgender Themen:
• Umstieg auf regenerative Energiequellen, 
• energetische Gebäudesanierung und Heizungswechsel, 
• Kohleausstieg und
• energieintensive Industrien

1.4.3. Verkehr

Im Bereich Verkehr finden sich die einschlägigen Verkehrsdienstleistungen unterschieden nach Verkehrsträgern und die relevanten Herstellungs- und Baubereiche. Nicht berücksichtigt werden die Wirtschaftsabteilungen Lagerei, Post-, Kurier- und –Expressdienste sowie die Berufshauptgruppen Lagerwirtschaft, Post und Zustellung, Güterumschlag und Kaufleute – Verkehr und Logistik. Für die Darstellung von Verkehrsdienstleistungen wurden die Aggregate PKW/LKW, Öffentlicher Nah- und Fernverkehr, Sonstiger Landverkehr, Schifffahrt und Luftfahrt geschaffen, die die dazu passenden Klassifikationspositionen zusammenfassen.

Hier finden sich u.a. Informationen zu Arbeitsmarktaspekten folgender Themen:
• Umstieg auf Elektromobilität sowie
• Verkehrswende hin zum öffentlichen Nah- und Fernverkehr.

1.4.3.1. Tabelle: Verkehr

  • Verkehrsdienstleistungen
  • Verkehrsdienstleistungen

PKW/LKW als Aggregat von:

511 Technischer Betrieb des Eisenbahn-, Luft- und Schiffsverkehrs

45 Handel mit Kraftfahrzeugen; Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen

512 Überwachung und Wartung der Verkehrsinfrastruktur

473 Einzelhandel mit Motorenkraftstoffen (Tankstellen)

514 Servicekräfte im Personenverkehr

494 Güterbeförderung im Straßenverkehr, Umzugstransporte

515 Überwachung und Steuerung des Verkehrsbetriebs

52211 Betrieb von Parkhäusern und Parkplätzen

5211 Berufskraftfahrer/innen (Personentransport/PKW)

52212 Betrieb von Verkehrswegen für Straßenfahrzeuge

5212 Berufskraftfahrer/innen (Güterverkehr/LKW)

771 Vermietung von Kraftwagen

5213 Bus-, Straßenbahnfahrer
Öffentlicher Nah- und Fernverkehr (inkl. Taxi) als Aggregat von: 5218 Sonstige Fahrzeugführer/innen im Straßenverkehr

491 Personenbeförderung im Eisenbahnverkehr

522 Fahrzeugführung im Eisenbahnverkehr

492 Güterbeförderung im Eisenbahnverkehr

523 Fahrzeugführung im Flugverkehr

493 Sonstige Personenbeförderung im Landverkehr

524 Fahrzeugführung im Schiffsverkehr

52213 Betrieb von Verkehrswegen für Schienenfahrzeuge

6227 Berufe im Verkauf (KFZ, Zweirad, Zubehör

52214 Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfe


Sonstiger Landverkehr als Aggregat von:

52215 Güterabfertigung für Schienen- und Straßenfahrzeuge


52219 Sonstige Dienstleistungen für Landverkehr


Schifffahrt als Aggregat von:

50 Schifffahrt


5222 Sonstige Dienstleistungen für Schifffahrt


Luftfahrt als Aggregat von:

51 Luftfahrt


5223 Sonstige Dienstleistungen für Luftfahrt


5224 Fruchtumschlag
495 Transport in Rohrleitungen
  • Relevante Herstellungsbereiche
  • Relevante Herstellungsberufe
2211 Herstellung/Runderneuerung von Bereifungen 2521 Berufe in der Kraftfahrzeugtechnik
29 Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen 2523 Berufe in der Luft- und Raumfahrttechnik
301 Schiff- und Bootsbau 2524 Berufe in der Schiffbautechnik
302 Schienenfahrzeugbau 2525 Berufe in der Zweiradtechnik
303 Luft- und Raumfahrzeugbau 261 Mechatronik und Automatisierungstechnik
3091 Herstellung von Krafträdern
3092 Herstellung von Fahrrädern sowie von Behindertenfahrzeugen
  • Relevante Baubereiche
  • Relevante Bauberufe
4211 Bau von Straßen 3113 Berufe Bauplanung von Verkehrswegen/-anlagen
4212 Bau von Bahnverkehrsstrecken 3222 Berufe im Straßen-/Asphaltbau
4213 Brücken- und Tunnelbau 3223 Berufe im Gleisbau
4291 Wasserbau 3225 Berufe im Kanal-/Tunnelbau

3226 Berufe im Kultur-/Wasserbau

1.5. Hinweise zu den verwendeten Daten

Die interaktive Statistik zu den Auswirkungen der ökologischen Transformation auf den Arbeitsmarkt beruht auf Daten aus der Beschäftigungs-, der Arbeitsuchenden- und Arbeitslosen- sowie der Stellenstatistik. Aus Datenschutzgründen und Gründen der statistischen Geheimhaltung wurden die Zahlenwerte i.d.R. auf Vielfache von Zehn gerundet. Die interaktive Statistik wird auf Basis von Jahreswerten erstellt. Dabei wird in der Beschäftigungsstatistik der Stichtag zur Jahresmitte als Jahreswert verwendet, ansonsten handelt es sich bei den Jahreszahlen um Jahresdurchschnitte. Die Angaben aus der Beschäftigungsstatistik umfassen die Beschäftigten insgesamt, die sich aus den sozialversicherungspflichtig und den geringfügig Beschäftigten zusammensetzen, und als Teilgröße die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Die Daten beziehen sich auf den Arbeitsort. In den Arbeitsmarktstatistiken wird zwischen Arbeitsuchenden und Arbeitslosen unterschieden. Arbeitsuchende sind Personen, die eine versicherungspflichtige, mindestens 15 Stunden wöchentlich umfassende Beschäftigung suchen, sich wegen der Vermittlung in ein entsprechendes Beschäftigungsverhältnis bei einer Agentur für Arbeit oder einem Jobcenter gemeldet haben und die angestrebte Tätigkeit ausüben können und dürfen. Arbeitslose sind eine Teilgröße der Arbeitsuchenden. Arbeitsuchende werden dann als arbeitslos gezählt, wenn sie keine Beschäftigung haben, dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen und nicht an einer arbeitsmarktpolitischen Maßnahme teilnehmen. 
Bei gemeldeten Arbeitsstellen handelt es sich um sozialversicherungspflichtige oder geringfügige (MiniJobs) oder sonstige (z. B. Praktika- und Trainee-) Stellen mit einer vorgesehenen Beschäftigungsdauer von mehr als sieben Kalendertagen, die den Arbeitsagenturen und den Jobcentern zur Besetzung gemeldet wurden. Als Teilgröße davon werden die gemeldeten Stellen für sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse ohne Stellen für Arbeitnehmerüberlassung ausgewiesen.

Zur Beschreibung der Fachkräftesituation in den Berufen werden folgende Indikatoren ausgewiesen, die auch in der Engpassanalyse der BA verwendet werden:
• die Arbeitsuchenden-Stellen-Relation: sie setzt die Arbeitsuchenden in Relation zu den gemeldeten Stellen für sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse (ohne Arbeitnehmerüberlassung),
• die abgeschlossene Vakanzzeit: sie umfasst die Zeit vom gewünschten Besetzungstermin bis zur Abmeldung einer besetzten gemeldeten Arbeitsstelle bei der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter (keine stornierten Stellenangebote).