Engpassanalyse

Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit bewertet einmal jährlich die Fachkräftesituation am Arbeitsmarkt. Anhand von 6 statistischen Indikatoren wird dabei für alle Berufsgattungen (Deutschland) bzw. Berufsgruppen (Länder) der Klassifikation der Berufe (KldB 2010), soweit belastbare Daten vorliegen, ein Punktewert ermittelt. Ist dieser größer gleich 2,0 handelt es sich um einen Engpassberuf. Liegt der Punktwert unter 1,5, ist es kein Engpassberuf. Liegt der Wert dazwischen, wird die Entwicklung des Berufs weiter beobachtet. Hier sehen Sie die Ergebnisse für Deutschland und die Länder.


Legende
0: sehr weit entfernt von Anzeichen eines Engpasses
1: kein Anzeichen eines Engpasses
2: schwache Anzeichen eines Engpasses
3: Anzeichen eines Engpasses
X: keine Bewertung möglich


Engpassbewertung

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Diagramme


Tabellen


Ergebnisse im Überblick

Für die berufsspezifischen Arbeitslosenquoten liegen die Daten nur auf Ebene der Berufsgruppen (3-Steller der KldB 2010) in Kombination mit den Anforderungsniveaus vor. Für die Berufsgattungen (4-Steller + Anforderungsniveau) wird daher in der Engpassanalyse der Wert der jeweils übergeordneten Berufsgruppe und das jeweilige Anforderungsniveau herangezogen.

Anregungen und Wünsche an Service-Haus.Statistik-Visualisierung@arbeitsagentur.de

Indikatoren "Engpassanalyse"

Hier finden Sie alle für das Thema Engpassanalyse relevanten Indikatoren (PDF, 74KB).

Vakanzzeit

Definition:Die Vakanzzeit misst den Zeitpunkt ab dem gewünschten Besetzungstermin bis zu dem Zeitpunkt ab dem das Vermittlungsgesuch durch den Arbeitgeber beendet wird. Je länger dieser Zeitraum, desto eher kann das darauf zurückgeführt werden, dass sich die Suche nach einem geeigneten Kandidaten als schwierig gestaltet hat. Ein Grund dafür könnte die geringe Zahl an verfügbaren Fachkräften gewesen sen. Somit kann eine lange Vakanzzeit ein Hinweis auf einen Fachkräfteengpass sein.
Quelle:Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Arbeitsuchenden-Stellen-Relation

Definition:Die Arbeitsuchenden-Stellen-Relation stellt das Verfügbare Angebot der Nachfrage nach Arbeitskräften in Bezug. Wenn es rechnerisch zu wenige geeignete Fachkräfte mit der geforderten Berufsausbildung gibt, desto schwieriger gestaltet sich der Suchprozess. Somit könnte eine geringe Arbeitsuchenden-Stellen-Relation ein Signal für Fachkräfteengpässe sein.
Quelle:Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Berufsspezifische Arbeitslosenquote

Definition:Die berufsspezifische Arbeitslosenquote bildet das Risiko ab in einem entsprechenden Zielberuf arbeitslos zu sein. Je geringer die Arbeitslosenquote, desto kleiner ist das Risiko arbeitslos zu werden. Eine geringe berufsspezifische Arbeitslosenquote spricht also dafür, dass Menschen mit dieser Berufsausbildung stark am Arbeitsmarkt nachgefragt werden. Somit geht eine geringe berufsspezifische Arbeitslosenquote stark mit Fachkräfteengpässen einher.
Quelle:Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Veränderung des Anteils sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung von Ausländern

Definition:Arbeitgeber, die im Inland nur noch bedingt geeignete Fachkräfte finden weiten ihre Rekrutierungsaktivitäten oft auf das Ausland aus. Daher kann sich der Anteil der ausländischen Beschäftigten in einem Beruf erhöhen. Somit dürfte in Berufen mit einem Fachkräfteengpass der Anteil der ausländischen Beschäftigten besonders kräftig steigen.
Quelle:Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Abgangsrate aus Arbeitslosigkeit

Definition:Die Abgangsrate bemisst die Zahl der Abgänge aus Arbeitslosigkeit aufgrund von Aufnahme einer Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt an dem Bestand der Arbeitslosen. Eine hohe Abgangsrate spiegelt somit gute Chancen von Arbeitslosen wieder, in ihrem Beruf eine Stelle zu finden. Somit ist eine hohe Abgangsrate stets ein Indiz dafür, dass es sich um einen gefragten Beruf handelt indem es möglicherweise Fachkräfte knapp sind.
Quelle:Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Entwicklung der mittleren Entgelte

Definition:In der ökonomischen Theorie ist der Preis für eine Ware, Dienstleistung oder die Arbeit auch ein Indiz dafür, ob es sich um ein knappes Gut handelt. Dementsprechend haben gut qualifizierte und seltene Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt eine gute Verhandlungsposition beim Entgelt. So dürften ihre Entgelte vergleichsweise stärker steigen als in Berufen in denen es keinen Fachkräfteengpass gibt.
Quelle:Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Grundlagen

Für ausführlichere Informationen empfehlen wir Ihnen die aktuelle Engpassanalyse. Weiterführende Informationen zu den Grundlagen der Engpassanalyse finden Sie im Methodenbericht und zusätzliche Information zu den Berufen finden Sie in der Dokumentation zur Klassifikation der Berufe (KldB 2010). Besuchen Sie sich auch gerne unsere Themenseite „Fachkräftebedarf“.