Statistik der Bundesagentur für Arbeit

Statistik erklärt: Übergreifende Themen

Hier finden Sie häufig gestellte Fragen zu den "übergreifenden Themen"

Arbeitskräftenachfrage und Fachkräfteengpassanalyse

Der demografische Wandel und die in den letzten Jahren wachsende Beschäftigung haben in Deutschland den Blick verstärkt auf die Fachkräftesituation gelenkt. Arbeitgeber signalisieren, dass die Besetzung offener Stellen zunehmend schwerer fällt. Gleichzeitig gibt es keine allumfassende Kennzahl zur Messung von Engpässen. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bedürfen aber einer objektiven Entscheidungsgrundlage, wie sich die Fachkräftesituation berufsfachlich und regional darstellt.

Die Engpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit stellt eine Möglichkeit dar, die aktuelle Fachkräftesituation zu analysieren. Sie basiert auf Statistikdaten der Bundesagentur für Arbeit, wie gemeldete Stellen und registrierte Arbeitslose. Diese Daten bilden den Markt zu einem wesentlichen Teil ab, aber nicht vollständig: So wird auf der einen Seite nur etwa jede zweite offene Stelle der Bundesagentur für Arbeit gemeldet. Auf der anderen Seite werden – bei Fokussierung auf Arbeitslose – wichtige Fachkräfteressourcen nicht einbezogen, wie etwa Studien- und Ausbildungsabsolventen, Personen, die aus der Stillen Reserve in den Arbeitsmarkt zurückkehren, oder Teilzeitkräfte, die ihre Arbeitszeit gerne ausweiten würden. Trotz dieser Einschränkungen gibt es keine Datenquelle, die zeitnähere und differenziertere Informationen zum Arbeitsmarktgeschehen bereitstellt als die Statistiken der Bundesagentur für Arbeit, die monatlich aus den Prozessdaten gewonnen werden.

Um valide, verzerrungsfreie, stabile Ergebnisse zu erhalten, werden bei der Engpassanalyse nur Berufe berücksichtigt, die bundesweit mindestens 60 Stellen jahressummiert im Abgang vorweisen (Stabilitätskriterium). Aus Relevanzgründen unberücksichtigt bleiben ferner Berufsgruppen, die jahresdurchschnittlich weniger als 60 Stellen im Bestand haben (Relevanzkriterium).

Auf Basis folgender Kriterien wird aus den 144 Berufsgruppen der Klassifikation der Berufe 2010 (KldB 2010) eine Vorauswahl getroffen, die im weiteren Verfahren validiert wird:

  • Die durchschnittliche abgeschlossene Vakanzzeit in der betrachteten Berufsgruppe liegt mindestens 40 Prozent über dem Durchschnitt aller Berufe.
  • Auf 100 offene Stellen kommen bei Fachkräften und Spezialisten weniger als 200 Arbeitslose - bei Experten weniger als 400.
  • Die berufsspezifische Arbeitslosenquote (bezogen auf alle Erwerbstätigen und Arbeitslosen) liegt nicht höher als 3 Prozent.

Dabei müssen nicht alle drei Kriterien erfüllt sein. Die Kriterien dienen einer ersten Strukturierung, um im nächsten Schritt fachlich validiert zu werden. Die durch die Vorauswahl identifizierten Berufsgruppen werden durch zusätzliche Expertise, unter Hinzuziehung sowohl weiterer statistischer Daten als auch weiterführender Informationen bewertet.

In welchen Berufen die BA aktuell Fachkräfteengpässe sieht als auch tiefergehende Informationen zur Methodik können Sie der Engpassanalyse entnehmen.

Der Arbeitsmarktmonitor

Der Arbeitsmarktmonitor ist eine Online-Plattform der Statistik und Arbeitsmarktberichterstattung der Bundesagentur für Arbeit. Die Plattform dient zum Austausch von arbeitsmarktrelevanten Informationen und Daten sowie zur Kommunikation zwischen der BA, den zugehörigen Agenturen für Arbeit und deren Partnern vor Ort (z.B. Kommunen, Verbände, Kammern). Der Arbeitsmarktmonitor gliedert sich in drei Teilbereiche:

Faktencheck: Anhand von Tabellen, Karten und Grafiken werden Zahlen zur Struktur von Regionen (Agenturen für Arbeit, Länder, Kreise, Raumordnungs- und Metropolregionen) interaktiv dargestellt. Im Vordergrund steht dabei die Entwicklung des Arbeitsmarktes in den letzten Jahren, speziell in den Berufen und Branchen. Hier zu finden sind auch die Ergebnisse der halbjährlich durchgeführten "Brancheneinschätzung", d.h. die Einschätzung der Agenturen für Arbeit zur Beschäftigungsentwicklung im laufenden bzw. kommenden Jahr.

Netzwerke und Projekte: Über die Auswahl auf einer Deutschland-Karte können Informationen zu Netzwerken und Erfolgsgeschichten rund um den Arbeitsmarkt sowie zu Projekten im Themenbereich Asyl und Integration abgerufen werden. Dabei kann die Suche nach Akteuren, Standorten oder Themen eingeschränkt werden.

Mein Arbeitsmarktmonitor: Dieser Bereich steht registrierten Nutzern zur Verfügung. Diese haben hier die Möglichkeit sich in verschiedenen Foren auszutauschen. Zudem wird die oben angesprochene Brancheneinschätzung hier von den Agenturen für Arbeit vorgenommen.

Der Aufenthaltsstatus und Personen im Kontext Fluchtmigration

Seit dem Berichtsmonat Juni 2016 berichtet die BA-Statistik über den "Aufenthaltsstatus" sowie "Personen im Kontext von Fluchtmigration". Dazu gibt es ein Internetangebot unter den Themen im Fokus: "Migration".

In diesem Kontext fallen Begriffe wie "Fluchtmigration", "Geflüchtete Menschen", "Aufenthaltsstatus".

Was verbirgt sich dahinter und was hat das mit dem Arbeitsmarkt zu tun?
Ausländer, die aus so genannten Drittstaaten (außerhalb der EU, des Europäischen Wirtschaftsraumes oder der Schweiz) gekommen sind, benötigen für den rechtmäßigen Aufenthalt im Bundesgebiet eine Erlaubnis. Diese kann entweder bereits im Vorfeld der Einreise beantragt werden (z.B. über eine Visum) oder es muss nach der Ankunft ein "Asylgesuch" gestellt werden. Dem Asylgesuch folgt ein Asylverfahren beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge an dessen Ende eine "Aufenthaltserlaubnis" oder Ablehnung mit folgender "Abschiebung" ausgesprochen wird.

Je nachdem auf welcher rechtlichen Grundlage sich Drittstaatsangehörige im Bundesgebiet aufhalten, spricht man in der BA-Statistik vom "Aufenthaltsstatus". Das sind im Wesentlichen:

  • Niederlassungserlaubnis,
  • Blaue Karte EU,
  • Aufenthaltserlaubnis aus völkerrechtlichen, humanitären, oder politischen Gründen (vgl. Genfer Flüchtlingskonvention),
  • Sonstige Aufenthaltserlaubnis,
  • Visum,
  • Aufenthaltsgestattung,
  • Duldung.

In der BA-Statistik sind die "Aufenthaltserlaubnis", die "Aufenthaltsgestattung" und die "Duldung" von besonderem Interesse. Zusammengefasst wird dieser Personenkreis als "Personen im Kontext von Fluchtmigration". Diese Abgrenzung entspricht nicht notwendigerweise anderen Definitionen von "Flüchtlingen" (z.B. juristischen Abgrenzungen). Für den statistischen Begriff ist über das Asylverfahren hinaus der Bezug zum Arbeitsmarkt ausschlaggebend. Im Hinblick auf den Arbeits- und Ausbildungsmarkt hat dieser Personenkreis ähnliche Problemlagen. Besondere Berücksichtigung finden in der Berichterstattung der BA-Statistik die Länder, aus denen in jüngerer Vergangenheit die meisten Asylsuchenden nach Deutschland gekommen sind (= "Asylherkunftsländer"). Das sind: Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan, Somalia und Syrien.

Zum Hintergrund:

Seit dem Jahr 2015 steht der Themenkomplex "Fluchtmigration" im Fokus des politischen und öffentlichen Interesses. Das resultiert aus der steigenden Anzahl von Menschen, die seither aus Konflikt- und Krisenregionen nach Europa und Deutschland kommen (z.B. aus Syrien). Die Rede ist von "Flüchtlingen", d.h. Menschen die aufgrund von Krieg oder Verfolgung ihre Heimat verlassen und vorübergehend oder dauerhaft in ein anderes Land auswandern (= "migrieren" / "Migration"). Laut der Genfer Flüchtlingskonvention gilt als Flüchtling, wer eine wohlbegründete Furcht vor Verfolgung hat. Diese Menschen haben in Deutschland per Gesetz das Recht auf eine Aufenthaltserlaubnis. Dieser Aufenthaltstitel berechtigt dazu, für einen bestimmten Zeitraum in Deutschland zu wohnen und zu arbeiten. Nach einigen Jahren kann die Aufenthaltserlaubnis in eine "Niederlassungserlaubnis" übergehen, die einen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland erlaubt.

Bevor eine Aufenthaltserlaubnis erteilt werden kann, muss das Asylverfahren durchlaufen werden. Währenddessen erhalten die "Asylbewerber" eine "Aufenthaltsgestattung", d.h. eine Bescheinigung über das Recht zum Aufenthalt in Deutschland bis zum Abschluss des Asylverfahrens. Nach einigen Monaten kann eine Arbeitserlaubnis erteilt werden und die Asylbewerber können sich bei der Bundesagentur für Arbeit arbeitsuchend melden.

Im Falle einer Ablehnung des Asylantrages, folgt die "Abschiebung". In der Regel wird für eine Abschiebung entschieden, wenn Menschen aus "sicheren Herkunftsstaaten" kommen (z.B. aus den Balkanländern). Es gibt jedoch Gründe dafür, dass die Abschiebung vorübergehend ausgesetzt werden kann. Hierbei spricht man von einer "Duldung". Wie bei der Aufenthaltsgestattung kann nach einigen Monaten eine Arbeitserlaubnis erteilt werden und auch hier unterstützt die Bundesagentur für Arbeit bei der Arbeitssuche.

Inklusion und Arbeitswelt

Mit der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) wird die Zielsetzung verknüpft, dass Menschen mit Behinderung selbstbestimmt und gleichberechtigt mit nichtbehinderten Menschen leben, lernen und arbeiten können (Inklusion). Die Bundesagentur für Arbeit (BA) unterstützt diese Zielrichtung und setzt sich im Rahmen ihrer Aufgaben dafür ein, dass sich Menschen mit Behinderung bestmöglich in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt einbringen können.

In Deutschland existiert allerdings keine einheitliche Definition in Bezug auf Menschen mit Behinderung analog zur Anforderung aus der UN-BRK. Daher wird im Folgenden kurz skizziert, welche statischen Auswertungen in der Statistik der BA zum Thema möglich sind.

Über welche Personengruppen kann berichtet werden?
Für die BA definiert sich eine Behinderung nach dem Sozialgesetzbuch (SGB). Einschlägig sind hier das SGB III "Arbeitsförderung" und das SGB IX "Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen".

Behindert im Sinne von § 2 Abs. 1 SGB IX sind Menschen, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Als schwerbehinderte Menschen gelten nach § 2 Abs. 2 SGB IX Personen, denen von den Versorgungsämtern ein Grad der Behinderung von 50 oder mehr zuerkannt worden ist.

Die BA ist ein Träger der Leistungen zur Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben (Rehabilitationsträger). In der Statistik der BA werden Personen dann als Menschen mit Behinderung i. S. § 19 SGB III gezählt, wenn deren Aussichten am Arbeitsleben teilzuhaben oder weiter teilzuhaben, wegen Art oder Schwere ihrer Behinderung im o. g. Sinne nicht nur vorübergehend wesentlich gemindert sind, sie deshalb Hilfen zur Teilhabe am Arbeitsleben benötigen und sie von der BA als Rehabilitationsträger betreut werden. Meist wird hier der Begriff Rehabilitand synonym verwendet.

Neben der BA gibt es weitere Träger der beruflichen Rehabilitation wie z.B. die Träger der gesetzlichen Unfall- oder Rentenversicherung. Personen, die in der Statistik der BA nicht als Rehabilitand gezählt werden, erhalten möglicherweise dennoch Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben bei einem anderen Rehabilitationsträger.

Ein Rehabilitand befindet sich also immer in einer beruflichen Rehabilitation mit der BA als Reha-Träger. Eine Schwerbehinderung liegt jedoch nicht unbedingt vor.

Menschen mit einer Schwerbehinderung benötigen nicht zwangsläufig auch Hilfen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Die Statistik der BA orientiert sich daher am Status der betroffenen Person - unabhängig von etwaigen Leistungen bzw. Leistungsansprüchen.

Als schwerbehindert gilt in den Statistiken der BA eine Person, die einen Grad der Behinderung von 50 und mehr hat oder von der BA einem schwerbehinderten Menschen gleichgestellt wurde.

Zwischen beiden Merkmalen Behinderung i. S. § 19 SGB III und Schwerbehinderung i. S. § 2 Abs. 2 SGB IX gibt es Überschneidungen.

Welche besonderen Statistiken zum Thema gibt es?
Die Statistik zur Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Behinderung (Reha-Statistik) berichtet ausschließlich über Rehabilitanden in BA-Trägerschaft. Neben verschieden soziodemographischen Merkmalen, wie Alter und Geschlecht, können die Auswertungen auch nach dem Grad der Behinderung differenziert werden.

Außerdem ist die Unterscheidung in berufliche Erst- und Wiedereingliederung möglich. Dabei hat die berufliche Ersteingliederung die möglichst vollständige Eingliederung von behinderten jungen Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt zum Ziel. Die berufliche Wiedereingliederung soll Erwachsenen, die wegen der Auswirkung einer Behinderung nicht mehr in der Lage sind ihre bisherige Tätigkeit auszuüben, die Teilhabe am Arbeitsleben ermöglichen.

Eine Information zur Behinderungsart liegt derzeit in der Statistik der BA nicht vor, wird jedoch voraussichtlich im Laufe des Jahres 2017 für Rehabilitanden auswertbar sein.

Die Statistik über schwerbehinderte Menschen in Beschäftigung aus dem Anzeigeverfahren gem. § 80 Abs. 2 SGB IX (BsbM) baut auf Meldungen der Arbeitgeber auf. Sie basiert auf den Daten, die von der BA aus dem Anzeigeverfahren zur Berechnung des Umfangs der Beschäftigungspflicht, zur Überwachung ihrer Erfüllung und der Berechnung einer eventuell fälligen Ausgleichsabgabe jährlich erhoben werden. Sie liefert jedoch ausschließlich Informationen über anzeigepflichtige Arbeitgeber mit mindestens 20 Arbeitsplätzen. Siehe auch Beitrag - Welche Informationen stecken in der Beschäftigungsstatistik schwerbehinderter Menschen?

Darüber hinaus wird alle 5 Jahre eine Teilerhebung bei Arbeitgebern mit weniger als 20 Arbeitsplätzen durchgeführt. Auf Basis dieser Stichprobe in Kombination mit den Daten aus der BsbM-Statistik rechnet die Statistik der BA die tatsächliche Gesamtzahl der auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt beschäftigten schwerbehinderten und ihnen gleichgestellten Menschen hoch. Aus methodischen Gründen erfolgt die Hochrechnung jedoch nur auf Bundes- und Landesebene.

Welche Informationen für die Personengruppe liegen in anderen Statistiken der BA vor?
In der Arbeits- und Ausbildungsmarktstatistik können sowohl Rehabilitanden in BA-Trägerschaft als auch Menschen mit einer Schwerbehinderung ausgewiesen werden.

Gleiches gilt für Teilnehmende an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen. Im Rahmen der sog. Förderstatistik wird über allgemeine Maßnahmen der aktiven Arbeitsförderung sowie besondere Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben und diese ergänzende Leistungen berichtet.

Eine übergreifende Aussage zur Beschäftigungssituation von Menschen mit Behinderung ist nicht möglich. Die Statistik der BA kann neben der o.g. BsbM-Statistik nur über sozialversicherungspflichtig beschäftigte Menschen in anerkannten Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) berichten.

Sie werden seit der Revision der Beschäftigungsstatistik Jahr 2014 als Untergröße der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aufgeführt.

Migrationshintergrund

Der Begriff des Migrationshintergrundes hat Eingang in die öffentliche Diskussion gefunden, auch wenn er zuweilen als umständlich oder unverständlich empfunden wird. Der Begriff beschreibt jedoch ein vielschichtiges Phänomen, das heute einen großen Teil der in Deutschland lebenden Bevölkerung betrifft. Die Unterscheidung von "Deutschen" und "Ausländern" beschreibt die Vorgänge von Wanderungsbewegungen (Migration) und Zugehörigkeiten zu bestimmten Herkunftsgruppen nur unzureichend, so dass mit dem Begriff Migrationshintergrund ein mehrdimensionaler Begriff gefunden wurde, der unterschiedliche Aspekte von Migration umfasst. Eine allgemeingültige oder allgemein anerkannte Definition gibt es hierzu bisher nicht. In der amtlichen Statistik hat sich aber die Definition des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Mikrozensus etabliert, einer amtlichen Stichprobenerhebung über die Bevölkerung und den Arbeitsmarkt.

Zur Herstellung von Transparenz über den Migrationshintergrund in der Struktur und Entwicklung der Arbeitslosigkeit, der Grundsicherung, der Förderung und der Bewerber für Berufsausbildungsstellen bestimmen § 281 Abs. 2 SGB III und die Migrationshintergrund-Erhebungsverordnung (MighEV), dass der Migrationshintergrund künftig in der Arbeitsmarkt- und Grundsicherungsstatistik der BA berücksichtigt wird. Danach liegt ein Migrationshintergrund vor, wenn:

  • die befragte Person nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt oder
  • der Geburtsort der befragten Person außerhalb der heutigen Grenzen der Bundesrepublik Deutschland liegt und eine Zuwanderung in das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland nach 1949 erfolgte oder
  • der Geburtsort mindestens eines Elternteiles der befragten Person außerhalb der heutigen Grenzen der Bundesrepublik Deutschland liegt sowie eine Zuwanderung dieses Elternteiles in das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland nach 1949 erfolgte.

Ausführliche Informationen zu den Rechtsgrundlagen und den Erhebungsmethoden der Statistik der BA finden Sie in dem Methodenbericht (PDF, 434KB).