Datenquellen

Die Statistiken der Bundesagentur für Arbeit basieren überwiegend auf Auswertungen aus Geschäftsdaten, die bei der Durchführung der Aufgaben nach dem SGB II und SGB III anfallen. Weitere Quelle sind die Meldungen der Betriebe über ihre Beschäftigten an die Sozialversicherungsträger. Die Statistiken basieren stets auf Vollerhebungen.

Die Daten gelangen über verschiedene IT-Verfahren zur Statistik und Arbeitsmarktberichterstattung der Bundesagentur für Arbeit (Statistik der BA), der sie anschließend aufbereitet. Die monatlichen Einzelinformationen fließen dabei in so genannte statistische Konten. Auf deren Grundlage können Bestände, Zu- und Abgänge, Dauern, Leistungshöhen und viele andere statistische Messgrößen ermittelt werden. Die Werte liegen regional tief gegliedert für verschiedene Fachstatistiken (beispielsweise Beschäftigungsstatistik, Förderstatistik) und nach vielfältigen soziodemografischen und erwerbsbiografischen Merkmalen vor.

Mit der Einführung des SGB II im Jahr 2005 änderten sich die amtliche Arbeitsmarktstatistik in Deutschland. Nach der Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe sind neben den Agenturen für Arbeit nun auch die Jobcenter für die Arbeitslosen und Arbeitsuchenden zuständig. Zur Sicherung von Vergleichbarkeit und Qualität der Statistik erhielt die BA mit § 53 SGB II den Auftrag, die bisherige Arbeitsmarktstatistik nach §§ 280 ff. SGB III unter Einschluss der Grundsicherung für Arbeitsuchende weiter zu führen. Die notwendigen Rechtsgrundlagen wurden mit den §§ 51a und 51b SGB II geschaffen.

Die Statistiken der BA haben seitdem unterschiedliche Datenquellen. Die Arbeitslosenstatistik beispielsweise als ein wichtiger Bestandteil der Arbeitsmarktstatistik entsteht aus Verwaltungsdaten der Agenturen für Arbeit nach dem SGB III und der Jobcenter nach dem SGB II. Die Statistik über die Grundsicherung für Arbeitsuchende entsteht ausschließlich aus den Verwaltungsdaten der Jobcenter.

Etwa drei Viertel der Jobcenter sind "gemeinsame Einrichtungen" (gE). Hier setzen die jeweiligen Kommunen und Arbeitsagenturen die Aufgaben des SGB II gemeinsam um (§ 44b SGB II). In etwa einem Viertel der Jobcenter kümmern sich die Kommunen in Eigenregie um die Erledigung der Aufgaben des SGB II (§ 6a SGB II). Diese Jobcenter werden als "zugelassene kommunale Träger" (zkT) bezeichnet.

Die gemeinsamen Einrichtungen und die Agenturen für Arbeit speichern die für ihre Aufgabenerledigung erforderlichen Daten in einer gemeinsamen operativen Datengrundlage, den zentralen IT-Verfahren der Bundesagentur für Arbeit. Hieraus werden der Statistik die erforderlichen Daten zentral bereitgestellt. Die zkT verwenden eigene, dezentrale IT-Verfahren. Um den unterschiedlichen Datenquellen der Jobcenter gerecht zu werden, erarbeitete die Statistik der BA gemeinsam mit Vertretern der kommunalen Spitzenverbände den Datenstandard XSozial-BA-SGB II. Darüber liefern die zkT die erforderlichen Daten über Arbeitsmarkt, Förderung und Grundsicherung an die Statistik der BA.

Aus diesen beiden „operativen“ Datenquellen (zentralen IT-Verfahren der BA und den Lieferungen der zkT) sowie aus den oben genannten Meldungen der Betriebe erstellt die Statistik der BA ihre Statistiken und veröffentlicht sie in Form von Tabellen und Berichten sowie interaktiven Angeboten.

In dem nachfolgenden Schaubild werden die unterschiedlichen Datenquellen der Statistik der BA und die zugrundeliegenden Rechtsgrundlagen grob skizziert.

Die Grafik veranschaulicht die Datenquellen der Statistik der BA