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Klassifikation der Wirtschaftszweige

Die Berichterstattung verwendet unterschiedliche Aggregationsebenen der Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ). Die aktuell gültige Klassifikation WZ 2008 hat die WZ 2003 Ende 2007 abgelöst.

Als Wirtschaftszweig oder Branche bezeichnet man üblicherweise eine Zusammenfassung von Unternehmen bzw. Betrieben, die sich hinsichtlich der ausgeübten wirtschaftlichen Tätigkeit, des Herstellungsverfahrens oder der hergestellten Produkte ähneln.

Der hierarchische Aufbau der aktuell gültigen Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ 2008) besteht aus fünf Ebenen: Die oberste Ebene der Wirtschaftsabschnitte enthält nur 21 Kategorien, die dann in Wirtschaftsabteilungen, -gruppen, -klassen und schließlich -unterklassen – mit 839 Kategorien – unterteilt werden können.

Eine Verschlüsselung der Wirtschaftszweige wird nach der jeweils gültigen Klassifikation auf der Ebene der Wirtschaftsunterklassen (Fünfsteller) durch den Betriebsnummernservice in Saarbrücken vorgenommen. Für die Berichterstattung werden die Daten aggregiert und in der Regel auf der Ebene der Wirtschaftsabteilungen (Zweisteller) oder Wirtschaftsabschnitte (Einsteller) veröffentlicht. Für diverse statistische Auswertungen auf nationaler und internationaler Ebene werden außerdem weitere genormte Aggregate verwendet, die auf spezielle Fragestellungen zugeschnitten sind.

Bis Ende 2007 wurde für statistische Auswertungen die WZ 2003 verwendet. Diese war allerdings sowohl im Hinblick auf eine realitätsnahe Abbildung von Wirtschaftszweigen (z.B. gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung) als auch hinsichtlich der internationalen Vergleichbarkeit nicht mehr zeitgemäß. Mit der Überarbeitung durch das Statistische Bundesamt wurde die neue Klassifikation (WZ 2008) stärker an die internationalen Vorgaben (ISIC, NACE)[1] angelehnt und im Vergleich zur WZ 2003 auf der untersten Ebene deutlich gestrafft. Die höheren Hierarchieebenen hingegen wurden zum Teil deutlich ausgeweitet, um die Bedeutung bestimmter Bereiche und die zunehmende Arbeitsteilung der Wirtschaft hervorzuheben. Auf die Wirtschaftsunterabschnitte hat man komplett verzichtet, so dass die neue Klassifikation jetzt aus fünf statt wie bisher aus sechs Hierarchieebenen besteht.


[1] Aus der International Standard Industrial Classification (ISIC) der Vereinten Nationen wurde  die Statistische Systematik der Wirtschaftszweige in der europäischen Gemeinschaft (NACE) abgeleitet. Dabei wurde die Grundstruktur der ISIC und die inhaltliche Abgrenzung ihrer Unterteilungen unverändert übernommen. Um den zusätzlichen Informationsbedarf auf EU-Ebene zu berücksichtigen, wurden die Gruppen (Dreisteller) und Klassen (Viersteller) der ISIC in der NACE allerdings an einigen Stellen tiefer untergliedert. Durch Übernahme der NACE-Struktur und Ergänzung um eine zusätzliche Hierarchieebene (Fünfsteller) für nationale Zwecke ist die deutsche Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ) entstanden. Quelle: Statistisches Bundesamt,  Wirtschaft und Statistik 1/2009, S.38

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