1. Zum Inhalt springen

Inhalt

Kennzahlen nach § 48a SGB II; Statistik der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) werden seit dem 16. Mai 2011 die Kennzahlen gem. § 48a SGB II veröffentlicht.

Darin enthalten sind Kennzahlen und Ergänzungsgrößen zur Feststellung des Umsetzungserfolges der Zielsetzungen "Verringerung der Hilfebedürftigkeit", "Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit" und "Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug". Die Kennzahlen basieren auf Daten der Statistik der BA. Sie werden monatlich aufbereitet und um Visualisierungsmöglichkeiten ergänzt dem BMAS zur Verfügung gestellt. Aufgrund der einzuhaltenden Wartezeiten bei Grundsicherungsdaten werden im Mai die Daten für den Januar 2011 veröffentlicht.

zu den Kennzahlen nach § 48a SGB II »


Neuigkeiten:

Umstellung auf die revidierte Beschäftigungsstatistik in der Statistik der Grundsicherung für Arbeitsuchende: Auswirkungen auf die nachhaltigen Integrationen nach § 48a SGB II

18. Mai 2015

Mit der Stichtagsverarbeitung April 2015 (Veröffentlichung im Mai 2015) wurden die nachhaltigen Integrationen auf die revidierte Beschäftigungsstatistik umgestellt. Dabei wurde die gesamte Zeitreihe von Januar 2012 bis September 2014 revidiert.

Die Revision hat zwei gegenläufige Effekte: Zum einen lässt sich nun die Beschäftigungsart (sozialversicherungspflichtig und/oder geringfügig beschäftigt) zuverlässiger bestimmen. Isoliert betrachtet sinkt durch diesen ersten Effekt die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Zum anderen kommen Personengruppen hinzu, die bislang nicht als sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gezählt wurden. Isoliert betrachtet steigt durch diesen zweiten Effekt die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Die beiden Revisionseffekte treten im Zeitverlauf unterschiedlich stark auf. Im ersten Halbjahr 2012 verringert sich die Zahl der nachhaltigen Integrationen (stärkster Rückgang auf Bundesebene: -0,5 Prozent im Januar 2012), danach steigt sie (stärkster Anstieg auf Bundesebene: +3,5 Prozent im September 2014). Dies lässt sich darauf zurückführen, dass neue Personengruppen in jüngerer Zeit häufiger auftreten. Empirisch relevant ist dabei vor allem die Gruppe der Personen, die einen Freiwilligendienst leisten. Nach der Revision in der Beschäftigungsstatistik zählen auch die Personen als nachhaltig integriert, die zwölf Monate nach der Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung einen Freiwilligendienst absolvieren.

Bei einzelnen Jobcentern kommt es durch die Revision zu stärkeren Veränderungen der Ergebnisse. Der stärkste Rückgang bei den Monatswerten der nachhaltigen Integrationen beträgt  21 Prozent, der stärkste Anstieg +116 Prozent; 90 Prozent aller Veränderungen liegen im Bereich von  3,3 bis +6,1 Prozent. Der stärkste Rückgang bei der Ergänzungsgröße K2E3 beträgt -6,3 Prozentpunkte, der stärkste Anstieg +9,8 Prozentpunkte; 90 Prozent aller Veränderungen liegen im Bereich zwischen  0,9 und +1,7 Prozentpunkten.

Übersichten zu den Auswirkungen der Revision auf die Zahl der nachhaltigen Integrationen und auf die Ergänzungsgröße K2E3 von Januar 2012 bis September 2014 für alle Jobcenter (xls Excel, 3 MB)


Auswirkungen des Neuaufbaus der Daten zu den Zugängen in den Bestand an Langzeitleistungsbeziehern

16. Oktober 2014

Zugänge von Langzeitleistungsbeziehern (LZB) wurden bislang erst nach dem vollendeten 17. Lebensjahr gezählt und ausgewiesen.

Ab Berichtsmonat Juni 2014 werden nun auch altersbedingte Zugänge bei der LZB-Zugangszählung berücksichtigt. Mit der Umstellung auf die neue Messlogik der LZB-Zugänge werden auch die Daten aller früheren Berichtsmonate revidiert. Im Fall von Datenlücken werden die Imputationswerte nicht nur für LZB-Zugänge, sondern auch für LZB-Abgänge neu geschätzt, da die beiden Größen über das verwendete Schätzmodell (Optimierungsmodell) simultan verknüpft sind.

Durch die Revision stiegen seit Januar 2011 die monatlichen Zugänge von LZB bundesweit um 6,8 bis 10,8 Prozent (absolut um +4.300 bis +6.300). Auf Ebene der Jobcenter gab es Zuwächse um bis zu 66,7 Prozent, allerdings sind relative Veränderungen um mehr als 30 Prozent durchgängig auf kleine Fallzahlen zurückzuführen (Anstieg um weniger als 20 Fälle). Die Ergänzungsgröße K3E3 stieg bundesweit um 0,2 Prozentpunkte, in einzelnen Jobcentern gab es Anstiege um bis zu 0,4 Prozentpunkte. Veränderungen bei den (geschätzten) Abgängen von LZB gab es bei 29 Jobcentern, diese lagen im Bereich von -16,9 bis +6,6 Prozent. Die Ergänzungsgröße K3E4 ändert sich dadurch nur marginal.

Übersicht der Veränderungen der Grunddaten (Monatswerten) und Ergänzungsgrößen ab Januar 2011 für alle Jobcenter (xls Excel, 14 MB)


Auswirkungen der Einführung imputierter Daten auf die Kennzahlen nach § 48a SGB II (Stufe 3)

16. Mai 2014

Mit der aktuellen Veröffentlichung wird die 3. Stufe der Imputationen (Schätzungen) fehlender Grunddaten umgesetzt. Zusätzlich zu den Imputationsverfahren der 1. und 2. Stufe (siehe Beiträge vom 15. Oktober 2012 und 16. Mai 2013) können nun folgende unplausible bzw. fehlende Daten geschätzt werden:

  • Zugänge und Abgänge von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten
  • Nachhaltige Integrationen von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten
  • Zugänge und Abgänge von Langzeitleistungsbeziehern
  • Integrationen von Langzeitleistungsbeziehern – nun auch für isolierte Datenlücken
  • Bestand an aktivierten Langzeitleistungsbeziehern – nun auch für isolierte Datenlücken

Für Integrationen von Alleinerziehenden wurde das Schätzverfahren aus der zweiten Stufe grundlegend verbessert.

Damit können nun auch die letzten ausstehenden Kenngrößen K1E3, K1E4, K2E3, K3E3, K3E4 sowie K3E1 und K3E2 für isolierte Datenlücken lückenlos ermittelt werden. Diese Kennzahlen wurden bisher auch dann ermittelt, wenn die Daten für maximal zwei Berichtsmonate im betrachten Zeitraum fehlten. In diesen Fällen wurden die Ergebnisse auf zwölf Monate umgerechnet (vgl. Detailbeschreibungen zur Ermittlung der Kenngrößen). Nun, da die fehlenden Monatswerte explizit durch sichtbare Schätzwerte ausgeglichen werden, verändern sich die Kennzahlenergebnisse. Die Veränderungen liegen bei K1E3 im Bereich zwischen -0,3 und +0,9 Prozentpunkten, bei K1E4 im Bereich zwischen -0,3 und +0,4 Prozent-punkten, bei K2E3 im Bereich zwischen -4,7 und +4,8 Prozentpunkten, bei K2E4 im Bereich zwischen -1,4 und +2,5 Prozentpunkten, bei K3E1 im Bereich zwischen -4,2 und +4,7 Prozentpunkten, bei K3E2 im Bereich zwischen -0,9 und +0,2 Prozentpunkten, bei K3E3 im Bereich zwischen -0,4 und +0,5 Prozentpunkten und bei K3E4 im Bereich zwischen -0,2 und +0,5 Prozentpunkten.

Übersicht der Veränderungen der Kennzahlenergebnisse durch Imputationen für alle Trägerbezirke (xls Excel, 7 MB)

Übersicht zur Datenimputation und Detailbeschreibungen zu den Kennzahlen und  Ergänzungsgrößen


Archiv der Kennzahlen nach § 48a SGB II mit der SGB II-Vergleichstypisierung 2011

14. Februar 2014

Ab dem Berichtsmonat Januar 2014 wurde im Excel-Analysewerkzeug für die Kennzahlen nach § 48a SGB II auf die aktualisierte Vergleichstypisierung der SGB II-Trägerbezirke von 2014 umgestellt. Dies geschah rückwirkend für alle früheren Berichtsmonate für alle Kennzahlen, Ergänzungsgrößen und Grunddaten.
Um die Kennzahlen, Ergänzungsgrößen und Grunddaten bis zum Berichtsmonat Dezember 2013 weiterhin nach der bisherigen SGB II-Vergleichstypisierung von 2011 auswerten zu können, wird das Analysewerkzeug mit dem Datenstand Dezember 2013 auf der Internetseite der Statistik der Bundesagentur für Arbeit archiviert. Zusätzlich sind die Übergreifenden Hinweise der Version 1.10 archiviert, in denen die bisherige Typisierung näher beschrieben und die Zuordnung der Träger zu den bisherigen Vergleichstypen dargestellt wird.
Analysewerkzeug für die Berichtsmonate Januar 2011 bis Dezember 2013 (zip Archiv, 20 MB) (Datenstand Dezember 2013)
Übergreifende Hinweise (pdf PDF, 2 MB), Version 1.10, November 2013