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Kennzahlen nach § 48a SGB II; Statistik der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) veröffentlicht monatlich für alle Jobcenter die Kennzahlen nach § 48a SGB II.

Mit den Kennzahlen wird gemessen, wie gut die Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende diese drei Ziele umsetzen:

     (1) Verringerung der Hilfebedürftigkeit,

     (2) Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit und

     (3) Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug.  

Zu jeder Kennzahl werden zusätzlich Ergänzungsgrößen veröffentlicht, die weitere Informationen liefern und Erklärungsansätze für Kennzahlenergebnisse bieten. Die Kennzahlen und Ergänzungsgrößen basieren auf Daten der Statistik der BA. Sie werden monatlich aufbereitet und um Visualisierungsmöglichkeiten ergänzt dem BMAS zur Verfügung gestellt.

Das BMAS veröffentlicht die Ergebnisse auf der SGB II-Informationsplattform. Dort finden Sie auch eine Reihe von Hintergrundinformationen zu den Kennzahlen und Ergänzungsgrößen.



Neuigkeiten:

Fehler durch Zählung von Freiwilligendiensten als Integrationen

16. November 2015

Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit hat festgestellt, dass fälschlicherweise Eintritte in Freiwilligendienste (Bundesfreiwilligendienst, Freiwilliges Soziales Jahr u. ä.) als Integrationen gezählt werden. Der Fehler wird im Rahmen der Revision der Grundsicherungsstatistik im April 2016 rückwirkend für alle Ergebnisse ab Januar 2011 korrigiert (Veröffentlichung im Mai 2016).

Weiterführende Informationen zum Fehler(pdfPDF, 86 KB)

Übersicht mit einer Abschätzung zum Ausmaß Fehlers für alle Jobcenter im Jahr 2014(xlsExcel, 62 KB)


Umstellung auf die revidierte Beschäftigungsstatistik in der Statistik der Grundsicherung für Arbeitsuchende: Auswirkungen auf die nachhaltigen Integrationen nach § 48a SGB II

18. Mai 2015

Mit der Stichtagsverarbeitung April 2015 (Veröffentlichung im Mai 2015) wurden die nachhaltigen Integrationen auf die revidierte Beschäftigungsstatistik umgestellt. Dabei wurde die gesamte Zeitreihe von Januar 2012 bis September 2014 revidiert.

Die Revision hat zwei gegenläufige Effekte: Zum einen lässt sich nun die Beschäftigungsart (sozialversicherungspflichtig und/oder geringfügig beschäftigt) zuverlässiger bestimmen. Isoliert betrachtet sinkt durch diesen ersten Effekt die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Zum anderen kommen Personengruppen hinzu, die bislang nicht als sozialversicherungspflichtig Beschäftigte gezählt wurden. Isoliert betrachtet steigt durch diesen zweiten Effekt die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Die beiden Revisionseffekte treten im Zeitverlauf unterschiedlich stark auf. Im ersten Halbjahr 2012 verringert sich die Zahl der nachhaltigen Integrationen (stärkster Rückgang auf Bundesebene: -0,5 Prozent im Januar 2012), danach steigt sie (stärkster Anstieg auf Bundesebene: +3,5 Prozent im September 2014). Dies lässt sich darauf zurückführen, dass neue Personengruppen in jüngerer Zeit häufiger auftreten. Empirisch relevant ist dabei vor allem die Gruppe der Personen, die einen Freiwilligendienst leisten. Nach der Revision in der Beschäftigungsstatistik zählen auch die Personen als nachhaltig integriert, die zwölf Monate nach der Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung einen Freiwilligendienst absolvieren.

Bei einzelnen Jobcentern kommt es durch die Revision zu stärkeren Veränderungen der Ergebnisse. Der stärkste Rückgang bei den Monatswerten der nachhaltigen Integrationen beträgt  21 Prozent, der stärkste Anstieg +116 Prozent; 90 Prozent aller Veränderungen liegen im Bereich von  3,3 bis +6,1 Prozent. Der stärkste Rückgang bei der Ergänzungsgröße K2E3 beträgt -6,3 Prozentpunkte, der stärkste Anstieg +9,8 Prozentpunkte; 90 Prozent aller Veränderungen liegen im Bereich zwischen  0,9 und +1,7 Prozentpunkten.

Übersichten zu den Auswirkungen der Revision auf die Zahl der nachhaltigen Integrationen und auf die Ergänzungsgröße K2E3 von Januar 2012 bis September 2014 für alle Jobcenter(xlsExcel, 3 MB)