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Kennzahlen nach § 48a SGB II; Statistik der Grundsicherung für Arbeitsuchende

Auf den Internetseiten des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) werden seit dem 16. Mai 2011 die Kennzahlen gem. § 48a SGB II veröffentlicht.

Darin enthalten sind Kennzahlen und Ergänzungsgrößen zur Feststellung des Umsetzungserfolges der Zielsetzungen "Verringerung der Hilfebedürftigkeit", "Verbesserung der Integration in Erwerbstätigkeit" und "Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug". Die Kennzahlen basieren auf Daten der Statistik der BA. Sie werden monatlich aufbereitet und um Visualisierungsmöglichkeiten ergänzt dem BMAS zur Verfügung gestellt. Aufgrund der einzuhaltenden Wartezeiten bei Grundsicherungsdaten werden im Mai die Daten für den Januar 2011 veröffentlicht.

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Neuigkeiten:

Auswirkungen des Neuaufbaus der Daten zu den Zugängen in den Bestand an Langzeitleistungsbeziehern

16. Oktober 2014

Zugänge von Langzeitleistungsbeziehern (LZB) wurden bislang erst nach dem vollendeten 17. Lebensjahr gezählt und ausgewiesen.

Ab Berichtsmonat Juni 2014 werden nun auch altersbedingte Zugänge bei der LZB-Zugangszählung berücksichtigt. Mit der Umstellung auf die neue Messlogik der LZB-Zugänge werden auch die Daten aller früheren Berichtsmonate revidiert. Im Fall von Datenlücken werden die Imputationswerte nicht nur für LZB-Zugänge, sondern auch für LZB-Abgänge neu geschätzt, da die beiden Größen über das verwendete Schätzmodell (Optimierungsmodell) simultan verknüpft sind.

Durch die Revision stiegen seit Januar 2011 die monatlichen Zugänge von LZB bundesweit um 6,8 bis 10,8 Prozent (absolut um +4.300 bis +6.300). Auf Ebene der Jobcenter gab es Zuwächse um bis zu 66,7 Prozent, allerdings sind relative Veränderungen um mehr als 30 Prozent durchgängig auf kleine Fallzahlen zurückzuführen (Anstieg um weniger als 20 Fälle). Die Ergänzungsgröße K3E3 stieg bundesweit um 0,2 Prozentpunkte, in einzelnen Jobcentern gab es Anstiege um bis zu 0,4 Prozentpunkte. Veränderungen bei den (geschätzten) Abgängen von LZB gab es bei 29 Jobcentern, diese lagen im Bereich von -16,9 bis +6,6 Prozent. Die Ergänzungsgröße K3E4 ändert sich dadurch nur marginal.

Übersicht der Veränderungen der Grunddaten (Monatswerten) und Ergänzungsgrößen ab Januar 2011 für alle Jobcenter (xls Excel, 14 MB)


Auswirkungen der Einführung imputierter Daten auf die Kennzahlen nach § 48a SGB II (Stufe 3)

16. Mai 2014

Mit der aktuellen Veröffentlichung wird die 3. Stufe der Imputationen (Schätzungen) fehlender Grunddaten umgesetzt. Zusätzlich zu den Imputationsverfahren der 1. und 2. Stufe (siehe Beiträge vom 15. Oktober 2012 und 16. Mai 2013) können nun folgende unplausible bzw. fehlende Daten geschätzt werden:

  • Zugänge und Abgänge von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten
  • Nachhaltige Integrationen von erwerbsfähigen Leistungsberechtigten
  • Zugänge und Abgänge von Langzeitleistungsbeziehern
  • Integrationen von Langzeitleistungsbeziehern – nun auch für isolierte Datenlücken
  • Bestand an aktivierten Langzeitleistungsbeziehern – nun auch für isolierte Datenlücken

Für Integrationen von Alleinerziehenden wurde das Schätzverfahren aus der zweiten Stufe grundlegend verbessert.

Damit können nun auch die letzten ausstehenden Kenngrößen K1E3, K1E4, K2E3, K3E3, K3E4 sowie K3E1 und K3E2 für isolierte Datenlücken lückenlos ermittelt werden. Diese Kennzahlen wurden bisher auch dann ermittelt, wenn die Daten für maximal zwei Berichtsmonate im betrachten Zeitraum fehlten. In diesen Fällen wurden die Ergebnisse auf zwölf Monate umgerechnet (vgl. Detailbeschreibungen zur Ermittlung der Kenngrößen). Nun, da die fehlenden Monatswerte explizit durch sichtbare Schätzwerte ausgeglichen werden, verändern sich die Kennzahlenergebnisse. Die Veränderungen liegen bei K1E3 im Bereich zwischen -0,3 und +0,9 Prozentpunkten, bei K1E4 im Bereich zwischen -0,3 und +0,4 Prozent-punkten, bei K2E3 im Bereich zwischen -4,7 und +4,8 Prozentpunkten, bei K2E4 im Bereich zwischen -1,4 und +2,5 Prozentpunkten, bei K3E1 im Bereich zwischen -4,2 und +4,7 Prozentpunkten, bei K3E2 im Bereich zwischen -0,9 und +0,2 Prozentpunkten, bei K3E3 im Bereich zwischen -0,4 und +0,5 Prozentpunkten und bei K3E4 im Bereich zwischen -0,2 und +0,5 Prozentpunkten.

Übersicht der Veränderungen der Kennzahlenergebnisse durch Imputationen für alle Trägerbezirke (xls Excel, 7 MB)

Übersicht zur Datenimputation und Detailbeschreibungen zu den Kennzahlen und  Ergänzungsgrößen


Archiv der Kennzahlen nach § 48a SGB II mit der SGB II-Vergleichstypisierung 2011

14. Februar 2014

Ab dem Berichtsmonat Januar 2014 wurde im Excel-Analysewerkzeug für die Kennzahlen nach § 48a SGB II auf die aktualisierte Vergleichstypisierung der SGB II-Trägerbezirke von 2014 umgestellt. Dies geschah rückwirkend für alle früheren Berichtsmonate für alle Kennzahlen, Ergänzungsgrößen und Grunddaten.
Um die Kennzahlen, Ergänzungsgrößen und Grunddaten bis zum Berichtsmonat Dezember 2013 weiterhin nach der bisherigen SGB II-Vergleichstypisierung von 2011 auswerten zu können, wird das Analysewerkzeug mit dem Datenstand Dezember 2013 auf der Internetseite der Statistik der Bundesagentur für Arbeit archiviert. Zusätzlich sind die Übergreifenden Hinweise der Version 1.10 archiviert, in denen die bisherige Typisierung näher beschrieben und die Zuordnung der Träger zu den bisherigen Vergleichstypen dargestellt wird.
Analysewerkzeug für die Berichtsmonate Januar 2011 bis Dezember 2013 (zip Archiv, 20 MB) (Datenstand Dezember 2013)
Übergreifende Hinweise (pdf PDF, 2 MB), Version 1.10, November 2013