Die Entwicklung des Arbeits- und Ausbildungsmarktes im April 2013
Gedämpfte Frühjahrsbelebung
Die europäische Rezession hatte die deutsche Wirtschaft im vierten Quartal 2012 deutlich getroffen. Eine Rezession für Deutschland ist damit aber nicht verbunden. Die Unternehmen schätzen ihre Lage im ersten Quartal 2013 wieder besser ein, und Aufträge und Industrieproduktion sind stabil. Allerdings werden die Konjunkturaussichten wieder vorsichtiger beurteilt. Der Arbeitsmarkt befindet sich in einer guten Grundverfassung. Trotz schwacher wirtschaftlicher Dynamik sind Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung saisonbereinigt weiter gewachsen. Allerdings profitieren Arbeitslose kaum noch vom Beschäftigungsaufbau. Die Frühjahrsbelebung ließ die Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung zwar auch im April sinken, aber erneut weniger als jahreszeitlich üblich, so dass saisonbereinigte Anstiege zu verzeichnen waren. Auch der Indikator für die Arbeitskräftenachfrage, der BA-X, hat sich schwächer entwickelt und im April deutlich nachgegeben.
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Der Arbeitsmarkt im April 2013
Ausgewählte Arbeitsmarktgrößen im Vormonatsvergleich

Arbeitslose: -78.000 auf 3.020.000 (zum Vorjahresmonat: +57.000)
Unterbeschäftigung: -79.000 auf 3.989.000 (zum Vorjahresmonat: -7.000)
Beschäftigung (Februar 2013):+8.000 auf 28.988.000 (zum Vorjahresmonat: +408.000)
Gemeldetes Stellenangebot: -3.000 auf 441.000 (zum Vorjahresmonat: -58.000)
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Umfassende Arbeitsmarktstatistik im April 2013
Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung
Die Arbeitslosigkeit sinkt im Vergleich zum Vormonat um 2,5 % und steigt im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9 % auf 3,0 Mio.
Die Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit fällt im Vergleich zum Vormonat um 1,9 % und zum Vorjahresmonat um 0,2 % auf 4,0 Mio.
Die Arbeitslosenquote beträgt 7,1 %, die Unterbeschäftigungsquote 9,2 %.
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Zahlen zur Grundsicherung und Arbeitslosigkeit im April 2013
Leistungsberechtigte in der Grundsicherung und Arbeitslose nach Rechtskreisen
Von den 6,2 Mio. Leistungsberechtigten in der Grundsicherung sind 73 % (4,5 Mio.) erwerbsfähig, 27 % (1,7 Mio.) nicht erwerbsfähig. Davon sind rund 95 % Kinder unter 15 Jahren.
Von den erwerbsfähigen Leistungsberechtigten sind 2,0 Mio. bei einem Jobcenter als arbeitslos gemeldet (Arbeitslose im Rechtskreis SGB II).
Die insgesamt 3,0 Mio. Arbeitslosen werden zu 33 % (1,0 Mio.) durch die Agenturen für Arbeit betreut (Arbeitslose im Rechtskreis SGB III).
1,1 Mio. (35 %) der Arbeitslosen sind langzeitarbeitslos, darunter 928 Tsd. (88 %) im Rechtskreis SGB II.
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Statistik der Bundesagentur für Arbeit